Der britische Naturforscher und Dokumentarfilmer David Attenborough feiert heute seinen 100. Geburtstag. Kaum eine Stimme in Großbritannien hat einen so hohen Wiedererkennungswert wie seine. Selbst im hohen Alter bringt er den Menschen die Wunder der Natur näher.
Vom Fossil zur Fernsehlegende
Alles begann mit einem Fossil: Als Kind fand Attenborough die versteinerten Überreste eines urzeitlichen Meeresbewohners. Das weckte seine lebenslange Faszination für die Natur. Heute blickt er auf eine einzigartige Karriere zurück. Jedes Kind in Großbritannien erkennt seine ruhige Erzählstimme, die oft in Memes und Comedy-Sketchen zitiert wird.
Familie und königliche Verbindungen
Attenborough wuchs mit zwei Brüdern und zwei jüdischen Pflegekindern auf. Sein Bruder Richard, bekannt aus „Jurassic Park“, starb 2014. Mit der verstorbenen Queen Elizabeth II. teilt er nicht nur das Geburtsjahr, sondern auch die Leidenschaft für Naturschutz. Prinz William gewann ihn für das Earthshot-Projekt. Queen Elizabeth schlug ihn zweimal zum Ritter. Dutzende Pflanzen und Tiere sind nach ihm benannt.
Eine kuriose Anekdote: In seinem Garten in London wurde der Schädel einer 1879 ermordeten Frau gefunden, bekannt als „Barnes Mystery“. Der Schädel war jahrzehntelang verschollen, bis Attenborough 2010 Bauarbeiten durchführen ließ.
Neue Maßstäbe in der Naturdokumentation
Seine Fernsehkarriere begann in den 1950er-Jahren, der Durchbruch kam 1979 mit „Life on Earth“. Die Serie setzte neue Standards für Recherche und Aufnahmen. Attenborough und die BBC entwickelten modernste Kameratechniken, drehten in 3D und mit Drohnen. „Planet Earth II“ wurde in 4K und mit Hochgeschwindigkeitskameras gedreht.
Kontroversen und Feierlichkeiten
2011 deckte der Mirror auf, dass eine Szene in „Eisige Welten“ im Zoo inszeniert war. Attenborough verteidigte dies, um die Zuschauer nicht zu enttäuschen. Die BBC informiert seitdem über die Dreharbeiten. Seine Popularität blieb ungebrochen. Zum 100. Geburtstag zeigt die BBC eine Reihe von Sendungen, darunter „Secret Garden“ und die Aufzeichnung „David Attenborough's 100 Years on Planet Earth“ aus der Royal Albert Hall.



