Die Saxovent Renewables Gruppe treibt den Ausbau ihres Windenergieportfolios in der Uckermark weiter voran. Das Berliner Unternehmen hat von der NOTUS energy GmbH zwei moderne Windkraftanlagen des Typs Vestas V162 für den bestehenden Windpark Milow erworben. Die Anlagen verfügen über eine Nabenhöhe von 149 Metern und leisten jeweils 5,6 Megawatt, was einer zusätzlichen Gesamtleistung von 11,2 Megawatt sauberer Energie für die Region entspricht, wie das Unternehmen mitteilte.
Bereits seit 2018 aktiv
Seit 2018 betreibt Saxovent Renewables am Standort Milow einen Windpark mit vier Anlagen. Mit der Erweiterung baut das Unternehmen nicht nur die technische Präsenz vor Ort aus, sondern stärkt auch das operative Portfolio im Segment Windenergie. Die beiden neuen Anlagen sollen vorbehaltlich einer planmäßigen Umsetzung am 31. Oktober 2026 in Betrieb gehen. Sie speisen in ein Umspannwerk in Mecklenburg-Vorpommern ein und erweitern so die regionale Übertragungsinfrastruktur um leistungsstarke und klimafreundliche Erzeugungskapazitäten.
„Mit Milow IV unterstreichen wir unseren Anspruch, bestehende Standorte strategisch weiterzuentwickeln und unser Windportfolio langfristig zu stärken. Die neuen V162-Anlagen gehören zu den effizientesten ihrer Klasse und erhöhen die regionale Energieerzeugung erheblich“, betonte Thorsten Freise, Geschäftsführer von Saxovent Renewables. Von der Erweiterung profitieren auch die Gemeinden vor Ort: Uckerland und Brietzig werden im Rahmen kommunaler Beteiligungsmodelle finanziell an den Anlagen beteiligt.
Nachhaltigkeitsstrategie hervorgehoben
Damit entstehe zusätzliche Wertschöpfung in der Region, als zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Saxovent Renewables. Gleichzeitig trägt das Projekt zur Erweiterung der Assets under Management der Tochtergesellschaften windpunx und Aurevo Energy bei.
Der RBB hatte kürzlich berichtet, dass die Uckermark zu den Regionen in Brandenburg mit der höchsten Windraddichte zählt. In ganz Brandenburg waren Anfang 2026 über 4.150 Windenergieanlagen an Land installiert. Allein in der Gemeinde Uckerland wurden Anfang 2024 bereits 111 Windkraftanlagen gezählt, und die Zahl wächst seitdem weiter.
Matthias Schilling, Bürgermeister von Uckerland, betonte auf Nachfrage, dass die Einnahmen aus Erneuerbaren Energien mittlerweile eine der wichtigsten Säulen im Haushalt darstellen. Nur durch dieses Geld könne man angesichts der angespannten Finanzlage noch eigenständig sein, so Schilling: „Ansonsten wären wir wohl längst eingemeindet.“ Die Einnahmen seien nicht unerheblich, auch wenn 0,2 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde zunächst wenig klingen. Bei den gigantischen Mengen, die hier produziert würden, sei das aber eine Hausnummer. Die Firmen seien bei den freiwilligen Zahlungen nach Bundesgesetz sehr kooperativ, lobte der Bürgermeister.
Die Landesgesetzgebung verpflichtet die Unternehmen, pro Megawatt installierter Leistung jährlich 5.000 Euro an die Gemeinde zu zahlen. Diese Gelder, deren Einsatz reglementiert ist, werden für den Einbau von LED in Straßenlaternen und weitere energiebezogene Maßnahmen verwendet. „Insgesamt fließen die Gelder in den Ausbau der Wärmenetze, weil es unser erklärtes Ziel ist, die Bürger bei den Wärme- und Stromkosten zu entlasten“, so Schilling.



