Verkehrsprojekt in Halle: CDU-Politiker fordert Fokus auf Europachaussee-Verlängerung
In der aktuellen Debatte um die Verwendung von Bundesmitteln aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ für die Stadt Halle hat der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Keindorf eine klare Prioritätensetzung angemahnt. Der Politiker fordert, die für Halle vorgesehenen rund 116 Millionen Euro stärker auf Verkehrs- und Wirtschaftsprojekte auszurichten, wobei er insbesondere die Verlängerung der Europachaussee im Stadtteil Ammendorf im Blick hat.
Mehrfacher Nutzen durch Straßenausbau
Keindorf sieht in dem Ausbauvorhaben mehrere positive Effekte gebündelt. Erstens würde die Erschließung neuer innerstädtischer Gewerbeflächen ermöglicht, was dem im März 2024 vom Stadtrat beschlossenen Vorentwurf des Flächennutzungsplans entspricht. Zweitens könnten angrenzende Wohngebiete vom überregionalen Durchgangsverkehr entlastet werden. Drittens würden Fortschritte beim Stadtbahnprogramm im Abschnitt Merseburger Straße Süd vorangetrieben. Die Stadt Halle hat für dieses Projekt bereits erste Planungen in der Vergangenheit in Auftrag gegeben.
Jahrzehntelanges Warten der Anwohner
„Die Anwohner in Ammendorf und den angrenzenden Stadtteilen warten mittlerweile seit Jahrzehnten auf Verbesserungen der Infrastruktur vor Ort“, betonte Keindorf mit Nachdruck. Der Politiker äußerte die Ansicht, dass die Stadt gut beraten wäre, die angedachte Sanierung des Stadthauses mit Mitteln aus dem Sondervermögen zu überdenken und stattdessen die Verkehrsinfrastruktur in den Fokus zu rücken.
Die Diskussion um die Verwendung der Bundesmittel gewinnt vor dem Hintergrund an Bedeutung, dass parallel auch andere Projekte wie die Begrünung des Marktplatzes in Halle diskutiert werden. Keindorfs Vorstoß unterstreicht die politische Auseinandersetzung um die richtige Schwerpunktsetzung bei der Verwendung öffentlicher Fördermittel für städtische Entwicklung.



