Massive Staugefahr zu Beginn der Osterferien in Bayern
Traditionell markieren die Osterferien den Start der Reisesaison, und dieses Jahr bildet Bayern erneut den neuralgischen Knotenpunkt für Urlauberströme in Richtung Süden. Mit dem offiziellen Ferienbeginn am 30. März 2026 wächst die Staugefahr auf den Autobahnen des Freistaats exponentiell, wie der ADAC Südbayern in einer aktuellen Warnung deutlich macht. Besonders das erste Ferienwochenende ab Freitag, dem 27. März, sowie die Kar- und Ostertage ab Gründonnerstag (2. April) werden von einem massiv erhöhten Verkehrsaufkommen geprägt sein.
Reisewelle trifft auf geballte Ferienzeiten
Die Situation auf Bayerns Autobahnen wird durch eine geballte Ferienkonstellation zusätzlich verschärft. Nicht nur in Bayern, sondern auch in zahlreichen anderen Bundesländern – mit Ausnahme von Hamburg, Sachsen, dem Saarland und Thüringen – beginnen zeitgleich die Osterferien. Diese Synchronisation erstreckt sich sogar auf Nachbarländer wie Österreich, Italien und Teile Frankreichs, was zu einer konzentrierten Reisewelle auf den Hauptstrecken in die südlichen Urlaubsziele führt.
„Urlauber, die nach Süden wollen, müssen sich auch dieses Jahr auf Staus und zähfließenden Verkehr einstellen“, betont Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern. „In Bayern dürfte es sich vor allem rund um München sowie auf den Autobahnen Richtung Österreich, Italien und die Schweiz stauen. Auch auf dem Fernpass wird sich der verstärkte Reiseverkehr in die Urlaubsgebiete bemerkbar machen.“
Kritische Stau-Strecken in Südbayern
Der ADAC Südbayern hat eine Liste der voraussichtlich am stärksten betroffenen Autobahnabschnitte veröffentlicht:
- A7 von Ulm nach Füssen/Reutte
- A8 von München nach Salzburg
- A93 vom Inntaldreieck nach Kufstein
- A95/B2 von München nach Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald
- A99 Ostumfahrung München
Neben dem hohen Verkehrsaufkommen können weitere Faktoren die Stausituation verlängern. An Grenzübergängen nach Österreich sind lange Rückstaus und mögliche Blockabfertigungen zu erwarten. Zudem wirken sich laufende Baumaßnahmen, wie die Baustelle an der Luegbrücke auf der Brennerautobahn A13, negativ auf den Verkehrsfluss aus.
Winterreifenpflicht und Bußgelder in den Alpen
Da Ostern 2026 auf einen sehr frühen Termin fällt, müssen Urlauber in den Alpenregionen mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen. In Österreich, Italien und der Schweiz gilt bei solchen Bedingungen strikte Winterreifenpflicht. In Österreich ist diese bis zum 15. April vorgeschrieben, bei Missachtung drohen Bußgelder von bis zu 5.000 Euro. In der Provinz Südtirol, auf der Brennerautobahn A22 und im Stadtgebiet Bozen gilt vom 15. November bis 15. April sogar eine allgemeine, witterungsunabhängige Winterausrüstungspflicht.
Reisende sollten daher nicht nur zusätzliche Zeit für Staus einplanen, sondern auch ihre Fahrzeuge entsprechend ausrüsten, um sicher und regelkonform in den Osterurlaub zu starten. Die Kombination aus Ferienreiseverkehr, grenzüberschreitenden Verkehrsströmen und alpinen Witterungsbedingungen stellt eine besondere Herausforderung für alle dar, die in den kommenden Wochen die Straßen Bayerns und der angrenzenden Länder nutzen.



