Ein gewaltiger Walkadaver sorgt an der australischen Küste für Aufsehen. Der etwa 25 Tonnen schwere tote Pottwal lockt zahlreiche Haie an, die sich an dem Kadaver laben. Die Behörden haben vorsorglich mehrere Strände gesperrt, um Badegäste zu schützen.
Haie fressen Walkadaver
Südlich der Metropole Sydney sind mehrere Strände gesperrt worden, da Haie den angespülten Walkadaver fressen. Brendon Neilly, Gebietsleiter der Behörde für Nationalparks und Wildtiere von New South Wales, teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass dort sowohl Weiße Haie als auch Bullenhaie gesichtet wurden. Er betonte, dass es sich um "ganz natürliche Vorgänge" handele. Der Wal werde "durch die Haie wieder in den Nahrungskreislauf zurückgeführt".
Fund des Walkadavers
Der acht Meter lange und 25 Tonnen schwere tote Pottwal war Berichten zufolge am Samstag auf Felsen im Meer vor dem Era Beach im Royal National Park entdeckt worden. Die umliegenden Strände wurden umgehend gesperrt. Die Rettungsorganisation Surf Life Saving (NSW) gab eine Warnung heraus, in der es hieß, alle Strände im Royal National Park – darunter Era, Garie, Burning Palms und Wattamolla – seien aufgrund "erhöhter Haiaktivität" gesperrt.
Hai-Vorfälle in Australien
In Australien hat es seit 1791 fast 1300 Vorfälle mit Haien gegeben, von denen mehr als 260 tödlich endeten. Das jüngste Todesopfer war ein zwölfjähriger Junge, der im Januar im Hafen von Sydney von einem Hai angegriffen wurde und starb. Neilly sagte: "Ich würde dort nicht schwimmen gehen, aber es ist ein ziemlich interessanter Vorgang." Naturschutzbeamte arbeiten an Strategien, um den Kadaver zu beseitigen, was jedoch voraussichtlich nicht vor Dienstag geschehen wird.
Haie töten pro Jahr weniger als zehn Menschen, während Menschen etwa 100 Millionen Haie töten. Die Knorpelfische sind unverzichtbar für die Ozeane. Fachleute kämpfen für ein entscheidendes Instrument zum Schutz der Tiere.



