Knopfdruck für mehr Sicherheit: Stadt Seeland sagt mit Tempo-Tafeln Rasern den Kampf an
Seeland-Bürgermeister Robert Käsebier organisiert zwei Tempo-Tafeln für die Stadt, die abwechselnd in allen sechs Ortsteilen an Brennpunkten die Geschwindigkeiten messen sollen. Was mit den Ergebnissen passiert und wo die Anlagen stehen.
Von Regine Lotzmann
Der sechsjährige Jannes schaltet die mobile Geschwindigkeits-Messtafel an der Kindertagesstätte in Frose scharf. Der kleine Junge klettert die Leiter hinauf, um den Knopf zu drücken. Damit gibt der Sechsjährige ein Projekt frei, das den Kindern und Eltern von Frose mehr Sicherheit bringen soll. Im Beisein von Seeland-Bürgermeister Robert Käsebier (parteilos), Ortsbürgermeister Dieter Gleichner und dessen Stellvertreterin Jessica Bonk (beide WFB) sowie Mitarbeitern des Bauhofes wird die zweite der mobilen Geschwindigkeits-Messtafeln der Stadt Seeland freigegeben: direkt an der Kindertagesstätte.
Hintergrund der Aktion
Die Stadt Seeland hat sich entschlossen, mit diesen mobilen Tempotafeln die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die beiden Tafeln werden abwechselnd in allen sechs Ortsteilen aufgestellt, insbesondere an Brennpunkten wie Schulen, Kitas und stark befahrenen Straßen. Die gemessenen Daten dienen nicht nur der Abschreckung, sondern auch der Analyse von Geschwindigkeitsverstößen. Die Polizei kann die Ergebnisse für gezielte Kontrollen nutzen.
Standorte und Nutzung
Die erste Tafel war bereits an einem anderen Standort im Einsatz. Nun kommt die zweite Tafel hinzu. Die Stadt plant, die Tafeln regelmäßig zu versetzen, um eine flächendeckende Wirkung zu erzielen. Bürgermeister Käsebier betont: „Es geht nicht um Abzocke, sondern um Prävention und Sensibilisierung der Autofahrer.“ Die Tafeln zeigen den Verkehrsteilnehmern in Echtzeit ihre Geschwindigkeit an und signalisieren bei Überschreitung eine Warnung.
Reaktionen aus der Bevölkerung
Die Anwohner begrüßen die Maßnahme. Eltern der Kita in Frose hoffen, dass die Tafel vor allem diejenigen bremst, die zu schnell an der Einrichtung vorbeifahren. Ortsbürgermeister Gleichner ergänzt: „Wir wollen eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssituation erreichen.“ Die Stadt wird die gesammelten Daten auswerten und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen.



