Thüringen 2025: Verkehrsunfallbilanz mit gemischten Signalen
Die Polizeistatistik für das Jahr 2025 in Thüringen offenbart eine besorgniserregende Entwicklung: Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, während gleichzeitig die Anzahl der Todesopfer leicht zurückging. Insgesamt wurden der Polizei knapp 52.000 Verkehrsunfälle gemeldet, was einem Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber 2024 entspricht.
Besonders betroffen: Junge Fahrer und Senioren
Auffällig ist die erhöhte Beteiligung von zwei Altersgruppen an den Unfällen. Sowohl junge Fahrer als auch Senioren waren 2025 häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt. Innenminister Georg Maier (SPD) äußerte sich besorgt zu dieser Entwicklung: „Hier müssen wir mit Prävention, Aufklärung und Kontrollen gezielt gegensteuern“. Speziell an ältere Verkehrsteilnehmer gerichtet, appellierte er: „Fahren Sie nur selbst, wenn sie sich körperlich und gesundheitlich dazu in der Lage fühlen.“
Weniger Todesopfer trotz mehr Unfällen
Trotz des Anstiegs der Gesamtzahl der Unfälle gab es 2025 weniger Todesfälle auf Thüringens Straßen. Die Polizei verzeichnete 93 Verkehrstote, drei weniger als im Vorjahr (2024: 96). Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden insgesamt ging leicht zurück auf 5.897 (2024: 5.936).
Alkoholunfälle rückläufig, andere Rauschmittel problematisch
Die Statistik zeigt einen Rückgang bei Unfällen unter Alkoholeinfluss. Allerdings verzeichnet die Polizei mehr Fälle, bei denen andere Rauschmittel im Spiel waren. Die häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle bleiben unverändert:
- Zu hohe Geschwindigkeit
- Vorfahrtsverstöße
- Zu geringer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug
- Fehler beim Abbiegen und Wenden
Diese Faktoren dominieren weiterhin das Unfallgeschehen in Thüringen und erfordern laut Experten gezielte Maßnahmen zur Verkehrssicherheit.



