TÜV-Mängel günstig beheben: Die häufigsten Defekte und wie Sie Geld sparen
TÜV-Mängel günstig beheben: Häufige Defekte & Spartipps

Die häufigsten TÜV-Mängel: So sparen Sie bei der Hauptuntersuchung

Der ungeliebte Pflichttermin steht alle zwei Jahre an: die Hauptuntersuchung für das Auto. Damit die TÜV-Plakette gleich im ersten Anlauf vergeben wird und keine kostspielige Nachprüfung notwendig wird, empfiehlt der TÜV-Verband eine gründliche Vorbereitung. Die Organisation hat jetzt die zehn häufigsten Mängel veröffentlicht, die bei Hauptuntersuchungen beanstandet werden - und zeigt, wie sich viele davon günstig beheben lassen.

Scheinwerfer und Leuchten: Der Spitzenreiter bei TÜV-Mängeln

Mit deutlichem Abstand führen defekte oder falsch eingestellte Scheinwerfer die Mängelliste an. „Häufig funktionieren Abblendlichter gar nicht oder sind fehlerhaft justiert“, erklärt Frank Schneider, Referent für Fahrzeugtechnik beim TÜV-Verband. Die Folgen sind gravierend: Fahrzeuge werden im Straßenverkehr übersehen oder blenden andere Verkehrsteilnehmer gefährlich.

Der TÜV rät zu einer einfachen Vorabkontrolle:

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  • Alle Leuchten vor der HU prüfen - inklusive Kennzeichenbeleuchtung
  • Bei vielen Modellen können Leuchtmittel noch selbst gewechselt werden
  • Die Bedienungsanleitung gibt Aufschluss über das richtige Leuchtmittel

Für die Scheinwerfereinstellung bieten viele Werkstätten einen Service für 10 bis 50 Euro an. Im Rahmen der „Aktion Lichttest“ im Herbst ist dieser Service bei Prüforganisationen und vielen Werkstätten sogar kostenlos erhältlich.

Bremsen: Die kritischen Komponenten auf Platz zwei bis vier

Auf den folgenden Plätzen der häufigsten Mängel finden sich Bremsscheiben, Bremsbeläge und Bremsleitungen. „Verschlissene, riefige oder stark korrodierte Bremsscheiben führen häufig zu erheblichen Mängeln“, warnt Schneider. Besonders gefährlich sind undichte oder beschädigte Bremsleitungen, die im schlimmsten Fall zu einem Totalausfall der Bremsen führen können.

Für Autobesitzer gibt es einfache Kontrollmöglichkeiten:

  1. Bremsscheiben und -beläge sind bei vielen Modellen mit offenen Alufelgen von außen sichtbar
  2. Warnzeichen wie Geräusche, Ruckeln oder Seitenzug beim Bremsen ernst nehmen
  3. Flugrost bei längerer Standzeit durch regelmäßiges kräftiges Bremsen entfernen

Eine abschließende Beurteilung des Bremsenzustands sollte jedoch stets durch eine Fachwerkstatt erfolgen.

Federn und Dämpfer: Die unterschätzte Gefahr

Gebrochene oder verschlissene Federn belegen Platz fünf der Mängelliste, während Schwingungsdämpfer auf Platz zehn folgen. Diese Komponenten sind für die Fahrstabilität entscheidend. „Defekte Federn und Dämpfer beeinträchtigen die Fahrstabilität erheblich“, erklärt Schneider. In Kurven kann das Fahrzeug schlechter kontrolliert werden und der Bremsweg verlängert sich um bis zu 20 Prozent.

Warnzeichen für Probleme an Federn und Dämpfern:

  • Vibrationen am Lenkrad
  • Unpräzises Fahrverhalten
  • Starkes Absenken des Fahrzeugs beim Bremsen
  • Deutliche Ölspuren an den Dämpfern
  • Vorzeitig abgenutzte Reifen

Bei diesen Symptomen ist ein umgehender Werkstattbesuch unerlässlich.

Reifen: Einfache Selbstkontrolle möglich

Auf Platz sechs der Mängelliste stehen Reifenprobleme. „Bei Reifen gibt es eine lange Mängelliste“, sagt Schneider. Dazu gehören Beulen, Alterungsrisse, Beschädigungen durch Fremdkörper oder eine zu geringe Profiltiefe. Häufig fahren Fahrzeugbesitzer auch mit unzulässigen Reifengrößen oder einer Mischbereifung.

Der TÜV empfiehlt:

  1. Profiltiefe vor dem HU-Termin prüfen (empfohlen: mindestens 4 mm)
  2. Reifen spätestens nach sechs bis acht Jahren ersetzen
  3. Keine Mischbereifung verwenden

Weitere häufige Mängel betreffen Fahrtrichtungsanzeiger („Blinker“), Umweltbelastung durch den Motor sowie Schweller. Eine gründliche Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung kann nicht nur Geld sparen, sondern trägt wesentlich zur Verkehrssicherheit bei.

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