Verkehrstote 2025: Zahl steigt auf über 2800 – Deutlicher Anstieg bei Autoinsassen und Radfahrern
Verkehrstote 2025: Über 2800 Tote – Auto und Rad betroffen

Verkehrstote 2025: Zahl steigt auf mehr als 2800 – Deutlicher Anstieg bei Autoinsassen und Radfahrern

Im vergangenen Jahr sind auf deutschen Straßen 2814 Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen. Das sind 2 Prozent mehr als im Jahr 2024, als 2770 Todesopfer zu beklagen waren. Diese vorläufigen Daten teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Die Gesamtzahl der registrierten Unfälle blieb mit etwa 2,5 Millionen nahezu unverändert, wobei bei 2,2 Millionen Unfällen lediglich Sachschäden entstanden.

Detaillierte Auswertung nach Verkehrsmitteln

Für den Zeitraum von Januar bis November 2025 liegen detaillierte Auswertungen vor. Die Verteilung der Verkehrstoten im Vergleich zu 2024 zeigt signifikante Unterschiede:

  • Auto: 37 Getötete mehr, ein Anstieg von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Fahrrad: 18 Getötete mehr, ebenfalls ein Plus von 4 Prozent.
  • E-Scooter: 6 Getötete mehr, was einem Anstieg von 25 Prozent entspricht.
  • Zu Fuß: 4 Getötete mehr, ein Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Zugelassene Krafträder (z.B. Motorräder): 41 Getötete weniger, ein Minus von 8 Prozent.
  • Güterkraftfahrzeuge (z.B. Lkw): 7 Getötete mehr, ein Plus von 7 Prozent.
  • Krafträder mit Versicherungskennzeichen (z.B. Roller): 11 Getötete mehr, ein Anstieg von 28 Prozent.

Regionale Unterschiede bei den Verkehrstoten

Gemessen an der Einwohnerzahl verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die höchsten Werte mit 60 bzw. 50 Getöteten je 1 Million Einwohner. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 34 Getöteten je 1 Million Einwohner. Stadtstaaten wie Berlin (10 Getötete je 1 Million) und Hamburg (11 Getötete je 1 Million) liegen aufgrund ihrer Bebauungsstruktur deutlich unter diesem Wert.

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Entwicklung bei Verletztenzahlen

Die Zahl der Verletzten blieb mit 366.000 Betroffenen im Vergleich zum Vorjahr ungefähr gleich. Allerdings stieg die Zahl der Leichtverletzten um ein Prozent auf 318.000 Personen. Die Zahl der Schwerverletzten nahm dagegen um vier Prozent ab auf 48.400. Dies ist der niedrigste Wert seit 1991, wie das Statistische Bundesamt in einer Mitteilung betont. 1991 war das erste Jahr, in dem Verletzte separat nach schwer und leicht ausgewiesen wurden.

Die Daten unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen für die Verkehrssicherheit in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf Autoinsassen und Radfahrer. Weitere Analysen und Maßnahmen zur Reduzierung der Unfallzahlen bleiben dringend erforderlich.

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