Warnstreik legt Bremer Nahverkehr lahm: Fahrgäste müssen umplanen
Warnstreik legt Bremer Nahverkehr lahm

Warnstreik legt Bremer Nahverkehr lahm: Fahrgäste müssen umplanen

Ein erneuter Warnstreik der Gewerkschaft Verdi bringt den öffentlichen Personennahverkehr in Bremen am Freitag und Samstag vollständig zum Erliegen. Alle Busse und Bahnen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) werden von Freitagmorgen bis Samstagnacht nicht verkehren, wie die Gewerkschaft mitteilte. Dieser bundesweite Aufruf betrifft speziell das kleinste Bundesland, während Fahrgäste in Niedersachsen von den Ausfällen verschont bleiben.

Stressiger Freitag für Pendler und Schüler

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Schülerinnen und Schüler bedeutet der Streik erhebliche Umplanungen. Trotz der Verkehrseinschränkungen müssen Beschäftigte in der Regel pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen, und Schüler können nicht einfach zu Hause bleiben. Wer stattdessen mit dem Auto in die Bremer Innenstadt fährt, sollte am Freitagvormittag zusätzliche Zeit einplanen, da BSAG-Beschäftigte vom Gewerkschaftshaus zu einer Kundgebung an der Domsheide ziehen.

Fußballfans und mögliche Alternativen

Der Warnstreik wird auch Auswirkungen auf das Heimspiel von Werder Bremen gegen Heidenheim im Weserstadion am Samstag haben. Fußballfans müssen ihre Anreise entsprechend anpassen. Allerdings gibt es ein Schlupfloch für Fahrgäste, die auf den Nahverkehr angewiesen sind: Überlandbusse aus den umliegenden niedersächsischen Landkreisen fahren weiterhin mehrere Stationen in Bremen an. Aufgrund einer Friedenspflicht in Niedersachsen verkehren dort Busse und Bahnen planmäßig, ebenso wie Regionalzüge zwischen Bremen und Niedersachsen.

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Zweiter bundesweiter Warnstreik in diesem Jahr

Dies ist bereits der zweite bundesweite Warnstreik im Nahverkehr in diesem Jahr, nachdem am 2. Februar der Verkehr in Deutschland fast vollständig zum Erliegen kam. Im Gegensatz zum letzten Mal wird der aktuelle Streik nicht von eisigem Wetter begleitet; in Bremen werden Ende der Woche zweistellige Temperaturen erwartet. Mit dieser erneuten Aktion will Verdi im Tarifkonflikt um den kommunalen Nahverkehr den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und fordert unter anderem kürzere Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

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