Warnstreik legt Nahverkehr in Ostsachsen lahm
Im ostsächsischen Nahverkehr hat am Dienstag ein umfangreicher Warnstreik begonnen, der den öffentlichen Verkehr in der Region massiv beeinträchtigt. Die Gewerkschaft Verdi hat nach eigenen Angaben fünf Verkehrsbetriebe zum Arbeitskampf aufgerufen, was zu erheblichen Einschränkungen für Schüler, Pendler und Reisende führt.
Betroffene Verkehrsbetriebe und Streikdauer
Die Streiks begannen am Dienstag um 3.00 Uhr und werden voraussichtlich bis Mittwoch zwischen 1.00 und 3.15 Uhr andauern. Betroffen sind laut Verdi folgende Unternehmen: Regionalbus Oberlausitz, Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda, DB Regio Bus Ost (Zittau), Omnibusverkehr Oberlausitz und die Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB). Die GVB haben als Reaktion auf den Streik einen Notfahrplan eingerichtet, um insbesondere den Schülerverkehr sicherzustellen.
Ausnahmen durch Subunternehmen
Nicht vom Streik betroffen sind Fahrten von Subunternehmern. Dies teilten sowohl Regionalbus Oberlausitz als auch Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda mit. Regulär verkehren daher die Linien der Firmen Omnibusbetrieb Siegfried Wilhelm GmbH, Lassak-Reisen und Omnibusbetrieb Gottfried Beck. Im Verkehrsgebiet der DB Regio Bus Ost finden ausschließlich Fahrten von Subunternehmen statt, was insbesondere die Umgebung von Bernstadt betrifft. Die betroffenen Verkehrsbetriebe informieren auf ihren Webseiten über das aktuelle Fahrtangebot während des Streiktages.
Hintergrund: Festgefahrene Tarifverhandlungen
Hintergrund der Streiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen im sächsischen Nahverkehr. Die dritte Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN-Gruppe) endete am 4. März ohne Einigung. Verdi fordert in den Verhandlungen unter anderem:
- Höhere Jahressonderzahlungen und Ausbildungsvergütungen
- Mehr Urlaubstage für die Beschäftigten
- Eine verbindliche Übernahme von Auszubildenden
- Regelungen zur Fünf-Tage-Arbeitswoche auch im Schichtdienst
- Verbesserter Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen



