Mansfeld-Südharz übertrifft Bundesdurchschnitt bei Wohneigentum deutlich
Im Landkreis Mansfeld-Südharz leben deutlich mehr Menschen in den eigenen vier Wänden als im bundesweiten Vergleich. Eine aktuelle Untersuchung des Pestel-Instituts Hannover im Auftrag des Bundesverbands des Deutschen Baustofffachhandels belegt eine bemerkenswerte Eigenheimquote von 54,6 Prozent. Dieser Wert liegt weit über dem deutschen Durchschnitt von 43,5 Prozent und positioniert die Region als Vorreiter in Sachen Wohneigentum.
Städtische Mietquote bleibt höher als Eigentumsanteil
Interessant ist die regionale Verteilung innerhalb des Landkreises. In den städtischen Gebieten, wie beispielsweise Sangerhausen, überwiegt nach wie vor die Mietwohnung gegenüber der eigenen Immobilie. Die Studie zeigt jedoch, dass etwa jedes zehnte Eigenheim in Mansfeld-Südharz eine Eigentumswohnung darstellt, was auf eine gemischte Eigentumsstruktur hindeutet.
Pestel-Institut fordert gezielte Maßnahmen für junge Eigentümer
Das Pestel-Institut nutzt die Studienergebnisse, um konkrete Forderungen für die sogenannte Generation der „Nestbauer“ zu formulieren. Angesichts der überdurchschnittlichen Eigentumsquote in Mansfeld-Südharz betonen die Experten die Notwendigkeit spezifischer Unterstützungsmaßnahmen für junge Familien und Ersteigentümer. Diese sollten insbesondere den Zugang zu Wohneigentum erleichtern und nachhaltige Eigentumsstrukturen fördern.
Die Untersuchungsergebnisse im Detail:
- Eigenheimquote in Mansfeld-Südharz: 54,6 Prozent
- Bundesdurchschnitt: 43,5 Prozent
- Anteil der Eigentumswohnungen: etwa 10 Prozent aller Eigenheime
- Städtische Gebiete zeigen höhere Mietquoten
Die Studie verdeutlicht nicht nur die besondere Positionierung Mansfeld-Südharz‘ im nationalen Vergleich, sondern unterstreicht auch die Bedeutung regional angepasster Wohnungspolitik. Während der Landkreis insgesamt eine starke Eigentumsorientierung aufweist, bleiben in urbanen Zentren weiterhin Mietwohnungen dominierend.
Die Forderungen des Pestel-Instituts zielen darauf ab, diese positive Entwicklung zu stabilisieren und auszubauen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Unterstützung junger Haushalte, die erstmals Wohneigentum erwerben möchten. Die Experten betonen, dass solche Maßnahmen nicht nur der individuellen Absicherung dienen, sondern auch die regionale Wirtschaft und den sozialen Zusammenhalt stärken können.



