Mieten-Demo in München: Tausende fordern bezahlbaren Wohnraum als Grundrecht
Mieten-Demo München: Tausende fordern bezahlbaren Wohnraum

Massiver Protest gegen Mondpreise: Tausende demonstrieren in München für bezahlbaren Wohnraum

Unter dem Motto "Uns glangt's" haben am 7. Februar 2026 tausende Menschen in München für einen besseren Mieterschutz und bezahlbare Wohnungen demonstriert. Die Veranstalter sprachen von rund 10.000 Teilnehmenden, während die Polizei die Zahl auf 4.000 bis 5.000 schätzte. Die Demonstration fand auf dem Odeonsplatz statt und richtete sich mit klaren Forderungen an Kommunen, Länder und den Bund.

Wohnen als Grundrecht: Forderungen der Demonstranten

Die Präsidentin des Deutschen Mieterbundes, Melanie Weber-Moritz, betonte in ihrer Rede: "Wohnen ist ein Grundrecht und keine Ware." Sie verwies darauf, dass Millionen Menschen in Deutschland durch hohe Mieten massiv belastet oder sogar von Verdrängung bedroht seien. Die Politik müsse endlich handeln, um diese existenzielle Krise zu bewältigen.

Die zentralen Forderungen des Bündnisses umfassen:

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  • Deutlich mehr bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen
  • Wirksame Mietpreisbegrenzungen auf allen Ebenen
  • Ein entschiedenes Vorgehen gegen Leerstand und Immobilienspekulation

Besonders angespannter Wohnungsmarkt in München

Der Mieterbund hat mit München bewusst eine Stadt gewählt, in der der Wohnungsmarkt besonders angespannt ist und extrem hohe Mieten verlangt werden. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der am 8. März erneut für sein Amt kandidiert, unterstützte die Demonstration und schilderte die dramatische Situation:

"Familien haben Angst, ihre Wohnung zu verlieren, und Studierende müssen für ein möbliertes Zimmer Mondpreise zahlen. Für Rentnerinnen, Rentner sowie Menschen mit mittleren Einkommen ist Wohnen hier längst zur Existenzfrage geworden."

Bundespolitik in der Pflicht: Zehn-Punkte-Plan gefordert

Reiter sieht die Bundespolitik in der Pflicht und verwies auf einen Zehn-Punkte-Plan, den er in einem Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) thematisierte. Er monierte: "Ohne einen klaren und konsequenten bundesgesetzlichen Rahmen kämpfen wir auf verlorenem Posten. Mit kommunalen Mitteln allein lässt sich die Mietpreisspirale nicht stoppen."

Der Kommunalpolitiker betonte, dass das Mietrecht in erster Linie Bundesrecht sei und genau dort der entscheidende Hebel liege. Notwendig sei deshalb eine grundlegende Reform der Regelungen auf Bundesebene, flankiert durch entsprechende Nachschärfungen auf Landesebene. Der wachsende Druck auf die Politik zeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um bezahlbaren Wohnraum für alle zu sichern.

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