Saharastaub über Deutschland: Effektive Reinigungsstrategien für Haushalt und Außenbereiche
Der milchige Schimmer am Himmel verrät es: Erneut zieht Saharastaub über Deutschland. Laut dem Deutschen Wetterdienst werden zehn bis zwanzig Mal pro Jahr größere Sandtransporte aus den nordafrikanischen Wüsten registriert, mit Häufungen von März bis Juni sowie im Oktober und November. Diese warmen Großwetterlagen treten immer öfter auf und hinterlassen ihre Spuren an Fenstern, Balkonen und in Wohnräumen. Doch mit den richtigen Methoden lässt sich der feine Wüstenstaub effektiv entfernen.
Fenster und Glasflächen streifenfrei reinigen
Besonders ärgerlich sind die Schlieren, die Saharastaub auf Fenstern und Glasflächen hinterlässt, vor allem wenn er sich mit Regen vermischt. Experten empfehlen zunächst ein gründliches Abspülen mit klarem Wasser, um den groben Schmutz zu entfernen. Anschließend sorgt ein handelsüblicher Fensterreiniger oder eine Mischung aus Wasser und Essig für klare Sicht. Mit einem Mikrofasertuch oder einem Abzieher lassen sich unschöne Streifen vermeiden. Nach starken Staubbelastungen sollten auch Gardinen gewaschen werden.
Textilien und Raumluft schützen
Der feine Staub dringt durch offene Fenster ins Haus und setzt sich auf Kleidung, Vorhängen und anderen Textilien ab. Empfindliche Stoffe sollten regelmäßig ausgeschüttelt oder mit einer Fusselrolle behandelt werden, rät der Reinigungsgerätehersteller Kärcher. Bettwäsche und Gardinen gehören nach intensiven Staubepisoden in die Waschmaschine. Bei hartnäckiger Belastung kann ein Luftreiniger helfen, die feinen Partikel aus der Raumluft zu filtern.
Balkon gründlich säubern
Vom Balkon aus gelangt der Saharastaub leicht in die Wohnung und kann empfindliche Böden wie Parkett zerkratzen. Daher gilt: Je schneller die Reinigung, desto besser. Groben Staub kehrt man weg oder saugt ihn mit einem Nass-/Trockensauger auf – diese Methode wirbelt weniger Staub auf als ein herkömmlicher Besen. Für eine gründliche Reinigung sorgt anschließend ein Hochdruckreiniger mit Flächenaufsatz.
Balkonmöbel und Polster pflegen
Kunststoff- und Metallmöbel lassen sich einfach mit Wasser und einem weichen Schwamm reinigen. Holzmöbel säubert man am besten mit einer sanften Bürste und milder Seifenlauge. Outdoor-Polsterbezüge sollten ausgeschüttelt und – falls möglich – gewaschen werden. Der Expertenrat von Kärcher: Schutzhüllen für Möbel und Kissen können vorbeugend wirken.
Sonnenschutzsysteme im Blick behalten
Der feine Wüstensand setzt sich auch auf Außenjalousien, Rollläden und Markisen fest und vermischt sich dort mit Blütenstaub und anderem Schmutz. Ideal für die Reinigung sind Hochdruckreiniger in Kombination mit weichen Bürsten. Spezielle Geräte, die Schaum auftragen, Schmutz lösen und gleichzeitig bürsten, erleichtern die Arbeit erheblich. Nach dem Trocknen schützt eine Imprägnierung Markisen und Sonnenschirme vor Feuchtigkeit.



