Frühjahrsputz in Medrow: Anwohner räumen für ein sauberes Dorf auf
Nachdem die winterlichen Schneemassen abgetaut sind, packen in vielen Gemeinden die Anwohner mit an, um Wege und Parkanlagen wieder in einen ansehnlichen Zustand zu versetzen. In Medrow organisierten Sabine Grundmann und Cindy Ohde am Freitagnachmittag einen ersten Frühjahrsputz, um – wie sie sagten – ihr Dorf wieder schön zu machen.
Begrenzte Beteiligung, aber großer Einsatz
Die Beteiligung hielt sich allerdings in Grenzen: „Ich hatte nach dem Aufruf mit mehr Helfern gerechnet“, meinte Sabine Grundmann enttäuscht. Gemeinsam mit ihren Töchtern Inga und Wanda und deren Freundin Lele Tschötschel zog sie sich Handschuhe über und startete den Arbeitseinsatz. Verstärkt wurde die ehrenamtliche Putzkolonne durch Cindy Ohde mit ihren Kindern Mattis und Paulinen sowie deren Mitschülerin Rosi Müller.
Die Organisatoren hatten Schubkarren, mehrere Plastikeimer und ausreichend Müllbeutel mitgebracht. Die fleißigen Müllsammler bekamen gut zu tun, denn an den Wegen, in den Straßengräben und zwischen den Bäumen hatte sich über den Winter so einiges angesammelt, was da nicht hingehört.
Müll an unerwarteten Orten
Mit Blick auf ein kleines Wäldchen im Dorf stellte Cindy Ohde fest: „Abgelegene Stellen werden oft als Müllhalde benutzt.“ Wanda Grundmann zog etliche Flaschen aus dem Gestrüpp. „Unter der Bank am Spielplatz liegen Unmengen an Flaschenkorken und Zigarettenkippen herum“, schimpfte Mattis Ohde.
Er legte seinen Greifer beiseite und kroch mit Lele Tschötschel unter die Sitzbank. Anschließend kamen die Funde in die dafür vorgesehenen Behälter. Auch im tiefer gelegenen Abflussgraben entdeckten Rosi Müller und Pauline Ohde etlichen Müll. Die Schülerinnen kletterten den Abhang hinab und sammelten fleißig ein, was dort nicht herumliegen sollte.
Gefährliche Bandreste und ein besonderer Fund
Besonderes Augenmerk legte Sabine Grundmann auf herumliegende Bandreste. „Die stammen vom sogenannten tausendjährigen Band“, erklärte sie. Vor allem bei landwirtschaftlichen Transporten lösten sich diese Reste und bleiben liegen.
„Das ist für freilaufende Tiere sehr gefährlich. Wenn diese das Zeug verschlingen, kann das zu irreparablen Organschäden führen“, erläuterte Sabine Grundmann. „Es wäre gut, wenn jeder, der solche Bandreste findet, diese aufnimmt und entsorgt.“
Ein ganz besonderer Fund beschäftigte Lele Tschötschel: Im Geäst hingen große Plastikfolien. Da es nicht möglich war, diese einfach herunterzuziehen, kletterte Lele auf den Baum und machte die Krone mit artistischen Bewegungen wieder frei.
Positive Resonanz trotz Überraschung
„Mit soviel Müll hatte ich nicht gerechnet“, sagte Sabine Grundmann. „Es hat großen Spaß gemacht“, meinten auch die jüngeren Teilnehmer. „Wir haben uns an dieser Aktion gern beteiligt, denn wir wollen unser Dorf sauber halten.“
Ein besonderer Dank der Organisatoren galt Tino Stammbusch, der es ermöglichte, dass Papier und Flaschen in die Sammelcontainer gebracht werden konnten, und Benjamin Henke, der sich bereit erklärte, anfallenden Schrott fachgerecht zu entsorgen.



