Zusammen bewegen: Neues Bündnis startet landesweiten Aktionstag in Mecklenburg-Vorpommern
Neues Bündnis startet Aktionstag in Mecklenburg-Vorpommern

Zusammen bewegen: Neues Bündnis startet landesweiten Aktionstag in Mecklenburg-Vorpommern

Am 28. Februar 2026 möchte das zivilgesellschaftliche Bündnis „Zusammen bewegen“ erstmals in ganz Mecklenburg-Vorpommern auf sich aufmerksam machen. Mit einem vielfältigen Programm von Rostock bis Schwerin will die Initiative zeigen, wofür sie steht und welche Ziele sie verfolgt.

Entstehung und Struktur des Bündnisses

Die Idee zu „Zusammen bewegen“ entstand in zahlreichen Gesprächen innerhalb der Zivilgesellschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Kein einzelner Auslöser, sondern das gemeinsame Gefühl, im Wahljahr 2026 sichtbarer und lauter werden zu müssen, trieb die Gründung voran. Im Oktober 2025 beschlossen rund 150 Initiativen, Vereine und engagierte Menschen, ihre Kräfte zu bündeln – der offizielle Startpunkt des Bündnisses.

Aktuell engagieren sich mehr als 500 Menschen bei „Zusammen bewegen“. Sie kommen aus unterschiedlichsten Initiativen, Vereinen und Projekten im ganzen Land. Das Bündnis versteht sich als offener Zusammenschluss ohne starre Hierarchien. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, wobei einige Personen Koordinationsaufgaben in Regionalgruppen oder der Öffentlichkeitsarbeit übernehmen.

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Abgrenzung zu bestehenden Strukturen

In Mecklenburg-Vorpommern existieren bereits seit Jahren etablierte Strukturen zur Förderung des Engagements, wie die Ehrenamtsstiftung oder die Initiative „Wir. Erfolg braucht Vielfalt“. „Zusammen bewegen“ versteht sich jedoch als landesweites, parteiunabhängiges Bündnis, das direkt aus der Arbeit vor Ort entstanden ist. Der Schwerpunkt liegt darauf, das Engagement gemeinsam sichtbar zu machen, zu vernetzen und zu stärken. Das Bündnis ergänzt bestehende Strukturen und ist für Kooperationen mit allen offen, die seine Grundwerte teilen.

Ziele und politische Ausrichtung

Dem Bündnis geht es um eine konstruktive, faktenbasierte politische Debatte mit solidarischen Lösungen, die den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern tatsächlich zugutekommen. Die Initiatoren beobachten, dass sich die politische Debatte zunehmend von den Alltagsproblemen der Bevölkerung entfernt. Stattdessen stehen für sie grundlegende Themen im Vordergrund:

  • Funktionierende Infrastruktur und verlässliche Mobilität
  • Gesundheitsversorgung auch im ländlichen Raum
  • Faire Chancen für junge Menschen

Als Beispiele für solidarische Lösungen nennt das Bündnis:

  1. Bessere Mobilität durch Rufbus-Modelle und gemeinwohlorientierte Mitfahrangebote
  2. Regionale Gesundheitszentren und mobile Praxisteams für wohnortnahe Versorgung
  3. Kostenfreie Lernförderung und stabile Schulsozialarbeit für mehr Chancengleichheit

Verhältnis zu politischen Parteien

Die Aufgabe des Bündnisses sieht sich in der Sichtbarmachung von Alltagsproblemen und dem Einbringen von Erfahrungen aus Vereinen und Initiativen in die öffentliche Debatte. Über Gespräche mit Abgeordneten, Stellungnahmen und öffentliche Aktionen will „Zusammen bewegen“ Veränderungsdruck erzeugen. Die konkrete Umsetzung durch Gesetze und Maßnahmen liegt jedoch in der Verantwortung der demokratischen Parteien im Landtag.

Die Grundlage des Bündnisses bilden demokratische Grundrechte, Fairness und ein respektvolles Miteinander. Während „Zusammen bewegen“ als parteiunabhängiges Bündnis nicht auf parteipolitische Zusammenarbeit fokussiert ist, stellt es klar, dass Positionen der AfD mit diesen Grundsätzen schwer vereinbar sind.

Aktionen am 28. Februar

Der Aktionstag am 28. Februar bietet ein breites Spektrum an Veranstaltungen in ganz Mecklenburg-Vorpommern:

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  • Stadtspaziergang in Schwerin (Schlossparkcenter, 12-16 Uhr)
  • DemokratieLa(a)ger in Laage mit Handball, Schnitzeljagd & Gespräch (12-21 Uhr)
  • Workshop für Respekt und Vielfalt im Zukunftsladen Rostock (10-17 Uhr)
  • Konzert mit dem Salo Streichquartett im Gutshaus Schependorf (19-21 Uhr)
  • Bewegtes Wohnzimmer in der Neustrelitzer Innenstadt (10-14 Uhr)
  • Offenes Training bei der Brazilian-Jiu-Jitsu-Gruppe in Wismar (10-16 Uhr)

Insgesamt finden an diesem Tag über ein Dutzend Veranstaltungen statt, die das Engagement der Zivilgesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern sichtbar machen sollen.

Langfristige Perspektive

„Zusammen bewegen“ will den Blick der Menschen dafür schärfen, was Demokratie im Alltag bedeutet und welche Freiheiten sie ermöglicht. Das Bündnis ermutigt dazu, sich einzumischen, die Stimme zu erheben und Verantwortung zu übernehmen – im Verein, in lokalen Projekten oder durch politische Beteiligung. Der Beitrag des Bündnisses liegt im Eintreten für eine starke Zivilgesellschaft und eine demokratische Kultur, in der Ausgrenzung und Menschenverachtung keinen Platz haben – weit über den Wahltag hinaus.