Autopsie-Arzt widerspricht offizieller Version: Jeffrey Epstein wurde erdrosselt
Arzt: Epstein wurde erdrosselt - kein Selbstmord

Pathologe widerspricht offizieller Todesursache bei Jeffrey Epstein

Mehr als sechs Jahre nach dem Tod des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein im Jahr 2019 erhebt ein renommierter Pathologe schwere Vorwürfe gegen die offizielle Untersuchung. Dr. Michael Baden, der bei der Autopsie des Multimillionärs anwesend war, behauptet nun öffentlich, dass Epstein nicht durch Selbstmord starb, sondern durch Fremdeinwirkung getötet wurde.

„Sein Tod wurde durch Strangulation verursacht“

In einem exklusiven Interview mit der britischen Tageszeitung The Telegraph erklärte der 91-jährige Gerichtsmediziner: „Meiner Meinung nach wurde sein Tod höchstwahrscheinlich durch Strangulation und nicht durch Erhängen verursacht.“ Baden, der von Epsteins Nachlassverwaltung mit der Beobachtung der Obduktion beauftragt worden war, führt konkrete medizinische Befunde an, die seiner Ansicht nach nicht zu einem Suizid passen.

Der erfahrene Pathologe verweist insbesondere auf drei Halswirbelbrüche, die er während der Autopsie dokumentierte. „In meiner 50-jährigen Berufserfahrung habe ich solche Verletzungen noch nie bei einem Fall von Erhängen gesehen“, betonte Baden. Zudem passe die am Tatort gefundene Schlinge nicht zu den festgestellten Verletzungen am Hals des Verstorbenen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Widersprüche in der offiziellen Untersuchung

Die Ermittlungen zu Epsteins Tod waren von Beginn an von Unstimmigkeiten geprägt. Zunächst wurde die Todesursache als „ungeklärt“ vermerkt, bevor die damalige leitende Gerichtsmedizinerin Dr. Barbara Sampson später Selbstmord durch Erhängen feststellte. Laut Dr. Baden war Sampson jedoch während der entscheidenden Autopsie nicht einmal anwesend.

Der Pathologe betont, dass er und der durchführende Gerichtsmediziner sich einig gewesen seien, dass weitere Untersuchungen notwendig wären, um die genaue Todesursache zweifelsfrei zu klären. Diese seien jedoch nie in ausreichendem Umfang erfolgt.

Fehlende Beweise und anhaltende Spekulationen

Die Veröffentlichung weiterer Ermittlungsakten im Epstein-Fall hatte zuletzt zu wilden Spekulationen über eine „fehlende Minute“ in den Überwachungsaufnahmen aus der Nacht vor seinem Tod geführt. Die Theorie, dass unbefugte Personen Zugang zu seiner Zelle erhalten haben könnten, konnte jedoch nie zweifelsfrei bewiesen werden.

Dr. Baden fordert nun eine neue, unabhängige Untersuchung der Todesumstände. „Angesichts aller nun vorliegenden Informationen sind weitere Untersuchungen zur Todesursache und den Umständen des Todes gerechtfertigt“, erklärte der Mediziner. Seine Aussagen werfen erneut grundlegende Fragen zur Glaubwürdigkeit der offiziellen Ermittlungsergebnisse auf.

Der Fall Epstein, der zahlreiche prominente Persönlichkeiten in seine Missbrauchsaffäre verwickelt haben soll, bleibt damit auch Jahre nach seinem Tod ein Politikum mit internationaler Strahlkraft. Die neuen Vorwürfe des erfahrenen Pathologen könnten zu erneuten parlamentarischen Anfragen und justiziellen Überprüfungen führen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration