Eine Stewardess, die direkten Kontakt zu einer mit dem Hantavirus infizierten Frau hatte, ist mit Krankheitssymptomen in ein Krankenhaus in Amsterdam eingeliefert worden. Das gab das Gesundheitsministerium in Den Haag bekannt. Die Flugbegleiterin zeigt leichte Symptome und befindet sich in Isolation. Sie wird nun auf das Hantavirus getestet.
Die Stewardess war in Johannesburg an Bord eines KLM-Flugzeugs, auf dem sich für kurze Zeit auch eine Niederländerin befand, die kurz darauf an dem Virus starb. Die 69-jährige Frau war zuvor an Bord des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ gewesen, wo es mehrere Infektionsfälle gab. Sie wollte am 25. April mit dem KLM-Flug von Johannesburg nach Amsterdam zurückfliegen. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands entschied die Crew jedoch, sie nicht mitzunehmen, wie KLM berichtete. Die Frau musste das Flugzeug verlassen und starb einen Tag später in einem Krankenhaus. Zuvor war bereits ihr Mann an Bord der „Hondius“ gestorben.
Insgesamt sind im Zusammenhang mit dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff drei Menschen gestorben, mehrere weitere sind infiziert. Die niederländischen Behörden haben Kontakt zu allen Passagieren an Bord der KLM-Maschine aufgenommen. Sie werden den Angaben zufolge regelmäßig kontrolliert.



