Magdeburg an der Spitze: Höchster Frauenanteil bei Hausärzten in Deutschland
Eine neue, umfassende Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) beleuchtet die aktuelle Situation der Ärztinnen und Ärzte in der Bundesrepublik. Die Auswertung offenbart deutliche regionale Unterschiede sowohl beim Frauenanteil als auch bei der Versorgungsdichte mit Hausärzten.
Landeshauptstadt Magdeburg mit klarem Spitzenwert
Die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, Magdeburg, erreicht mit einem beeindruckenden Frauenanteil von 77,5 Prozent bei den Hausärzten den bundesweit höchsten Wert. Damit liegt die Stadt deutlich vor den nachfolgenden Regionen in der Rangliste. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Ilm-Kreis in Thüringen mit 76,2 Prozent sowie das Altenburger Land, ebenfalls in Thüringen gelegen, mit 74,1 Prozent.
Betrachtet man das gesamte Bundesland Sachsen-Anhalt, so zeigt sich mit einem Ärztinnenanteil von 58,7 Prozent ein überdurchschnittlich hoher Wert im nationalen Vergleich. Die Spitzenposition auf Länderebene hält jedoch Berlin mit 60,2 Prozent, dicht gefolgt von Hamburg und Sachsen, die beide einen identischen Wert von 58,9 Prozent aufweisen. Das Schlusslicht in dieser Statistik bildet das Saarland mit einem Anteil von 47,5 Prozent.
Sachsen-Anhalt belegt vorderen Rang bei Hausarztdichte
Neben dem Geschlechterverhältnis analysiert die KBV-Statistik auch die sogenannte Hausarztdichte, also die Anzahl der Medizinerinnen und Mediziner je 100.000 Einwohner. Hier belegt Sachsen-Anhalt mit 71 Hausärzten pro 100.000 Einwohner den vierten Platz im bundesweiten Ranking.
An der Spitze dieser Wertung steht Mecklenburg-Vorpommern mit 77 Hausärzten, gefolgt von Hamburg mit 73 und Berlin mit 72 Hausärzten je 100.000 Einwohner. Die bundesweit geringste Hausarztdichte verzeichnet der Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Grundlage der Auswertung sind die 17 Regionen der Kassenärztlichen Vereinigungen, welche die 15 Bundesländer sowie Nordrhein-Westfalen mit seinen zwei KV-Regionen umfassen.
Positive Entwicklung der Gesamtarztdichte in Sachsen-Anhalt
Die Statistik zeigt zudem eine erfreuliche Entwicklung für Sachsen-Anhalt auf. Aktuell kommen auf 100.000 Einwohner insgesamt 217 Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Dies stellt eine Steigerung gegenüber den Vorjahren dar: 2024 lag dieser Wert noch bei 210 und im Jahr 2023 bei 203 medizinischen Fachkräften je 100.000 Einwohner. Diese positive Tendenz unterstreicht die Bemühungen um eine gute medizinische Versorgung in der Region.



