Hinter der schillernden Kunstfigur Olivia Jones verbirgt sich eine Kindheit voller Angst, Scham und Zurückweisung. Ihr Vater veruntreute 1,9 Millionen Mark und floh nach Brasilien. Ihre Mutter schämte sich für ihr Kind. Im großen BILD-Interview erzählt Olivia Jones, wie sie diese schwere Zeit überlebte.
Sieben Jahre Funkstille
Sieben Jahre lang hatten Olivia Jones und ihre Mutter kaum Kontakt. Die Beziehung war zerrüttet, geprägt von Missverständnissen und unausgesprochenen Verletzungen. „Meine Mutter ging nicht mehr mit mir auf die Straße“, erinnert sich die 55-Jährige. Die Scham der Mutter war so groß, dass sie sich öffentlich nicht mehr mit ihrem Kind zeigen wollte.
Der Vater: Ein Betrüger auf der Flucht
Olivias Vater hatte 1,9 Millionen Mark veruntreut und war nach Brasilien geflohen. Dieses Erbe belastete die Familie schwer. Die Mutter fühlte sich gedemütigt und ließ ihre Wut an Olivia aus. „Sie hat mich oft angeschrien und mir die Schuld gegeben“, sagt Jones. Die Kindheit war geprägt von Angst und dem Gefühl, nicht geliebt zu werden.
Der Wendepunkt: Therapie und Versöhnung
Erst eine gemeinsame Mutter-Sohn-Therapie brachte die Wende. „Wir haben uns langsam angenähert“, erklärt Jones. In geschützten Gesprächen konnten beide Seiten ihre Gefühle ausdrücken und Verständnis füreinander entwickeln. Die Therapie half, alte Wunden zu heilen und eine neue Basis für die Beziehung zu schaffen.
Die letzte Begegnung mit dem Vater
Kurz vor dessen Tod traf Olivia Jones ihren Vater noch einmal. „Es war ein seltsames Wiedersehen“, gesteht sie. Der Vater war krank und gebrochen. „Ich habe ihm verziehen, aber vergessen kann ich nicht“, sagt sie. Diese Begegnung half ihr, einen Schlussstrich zu ziehen und nach vorne zu schauen.
Leben hinter Glitzer und Perücke
Heute ist Olivia Jones eine erfolgreiche Künstlerin und Unternehmerin. Ihre Kindheitserfahrungen haben sie geprägt, aber nicht gebrochen. „Der Schmerz ist ein Teil von mir, aber er definiert mich nicht“, betont sie. Mit ihrem Engagement möchte sie anderen Mut machen, sich ihren Traumata zu stellen und Hilfe zu suchen.
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