Punk-Ikone Billy Idol spricht offen über Drogenvergangenheit
Der britische Punk-Sänger Billy Idol, der in den Achtzigerjahren als wilder Posterboy des Mainstream-Punks galt, hat nun in einem Podcast erschütternde Details über seine Drogenabhängigkeit preisgegeben. Mit seiner charakteristischen strohblonden Stachelfrisur und der hochgezogenen Oberlippe wurde Idol zu einem der bekanntesten Gesichter des MTV-Zeitalters und landete Welthits wie "White Wedding", "Rebel Yell" oder "Sweet Sixteen". Doch hinter der Fassade des Rockstars lebte Idol das alte Klischee von Sex, Drugs und Rock’n’Roll in seiner extremsten Form.
Vom Heroin zum Crack: Ein ungewöhnlicher Entzugsweg
Im Podcast des US-Comedian Bill Maher erzählte der 70-jährige Musiker von seiner schweren Heroinsucht und wie er diese bekämpfte. "Wenn du versuchst, von Heroin loszukommen, wozu greifst du dann? Du greifst zu etwas anderem. Ich habe angefangen, Crack zu rauchen, um von Heroin loszukommen", sagte Idol. Er behauptet, dass diese unkonventionelle Methode funktioniert habe: "Es hat funktioniert. Hat funktioniert." Diese Aussage wirft ein neues Licht auf die komplexen Dynamiken von Drogenabhängigkeit und Entzugsstrategien.
Ein ruhigeres Leben im Alter
Heute lebt Billy Idol nach eigenen Angaben deutlich ruhiger und gesünder. "Man braucht Energie, um ein Drogenabhängiger zu sein. Und ich habe diese Energie nicht", erklärte der Sänger. Auch Alkohol konsumiert er kaum noch – in Restaurants trinke er gelegentlich noch ein paar Gläser Wein, aber sein Arzt habe ihm nahegelegt, damit aufzuhören. Selbst das Vapen hat Idol komplett aufgegeben. Das Einzige, was er noch zu sich nehme, seien Cannabisextrakte in Pillenform, die er medizinisch nutzt.
Die Offenheit, mit der Idol über seine Suchterfahrungen spricht, ist bemerkenswert für einen Musiker seiner Generation. Seine Geschichte zeigt die langen Schatten, die eine Drogenkarriere werfen kann, aber auch die Möglichkeit der Veränderung selbst in späteren Lebensphasen. Idols Weg vom heroinabhängigen Rockstar zum nahezu abstinenten Senior ist ein Zeugnis persönlicher Transformation.



