Studie belegt: Geklaute Pommes schmecken 40 Prozent besser
Geklaute Pommes schmecken 40 % besser

Ein bekanntes Sprichwort besagt, dass gestohlenes Brot am besten schmeckt. Viele Menschen kennen das Gefühl: Der Nervenkitzel des Verbotenen steigert den Genuss, oder das Essen auf dem Teller der anderen sieht einfach verlockender aus. Nun haben Forscher dieses Phänomen wissenschaftlich untersucht – und ein klares Ergebnis erzielt: Bei Pommes trifft es definitiv zu.

Die Studie im Detail

Für die im Fachmagazin „Food Quality and Preference“ veröffentlichte Studie erhielten 120 Erwachsene verschiedener Altersgruppen Pommes. Mal wurden sie ihnen direkt serviert, mal von anderen Teilnehmern angeboten. In zwei weiteren Szenarien wurden die Probanden angewiesen, heimlich Pommes vom Teller einer anderen Person zu nehmen, während diese abgelenkt war. Der Pommesklau fand einmal in einer entspannten Umgebung mit geringem Entdeckungsrisiko statt, zum anderen in einem Szenario mit höherem Risiko, bei dem eine streng wirkende, fremde Person anwesend war. Jedes Mal bewerteten die Teilnehmer die Qualität der Pommes auf einer Skala von eins (nicht lecker) bis neun (köstlich).

Ergebnisse: Risiko steigert Genuss

Die Ergebnisse waren eindeutig: Die „gestohlene Beute“ wurde als deutlich schmackhafter bewertet. Der Effekt nahm mit dem Risiko zu. Je gewagter sich das „Stibitzen“ anfühlte, desto mehr genossen die Probanden die Pommes. Die frittierte Leckerei aus dem „Hochrisiko-Szenario“ wurde im Durchschnitt etwa 40 Prozent besser bewertet als die direkt servierten Pommes.

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Theoretische Untermauerung

Die Moskauer Forscher um Valentin Skryabin belegen damit auch eine Theorie aus der Ökonomie: Knappheit oder auch nur ihr Anschein kann Dinge begehrenswerter machen. Eingeschränkter Zugang hat einen ähnlichen Effekt – daher die Anziehungskraft von begrenzten Auflagen und exklusiven Angeboten. Klar scheint auch der psychologische Effekt: Verbote können sowohl das Verlangen als auch den Genuss steigern. Kleine Regelverstöße können aufregend sein – solange es sich nur um harmlose Leckereien handelt.

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