Cannabis-Teillegalisierung: Nur wenige Clubs in Sachsen-Anhalt
Cannabis-Teillegalisierung: Wenige Clubs in Sachsen-Anhalt

Zwei Jahre nach der Teillegalisierung von Cannabis ist die Zahl der Anbauvereine in Sachsen-Anhalt überschaubar. 26 Anträge für einen Cannabis-Social-Club gingen beim Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) ein, 17 wurden genehmigt. In den Vereinigungen wird Hanf gemeinschaftlich angebaut und an Mitglieder abgegeben. Vorgaben unter anderem zur Sicherheit würden regelmäßig kontrolliert, betonte das LAV.

Wenige legale Bezugsquellen

Die Teillegalisierung sollte den Schwarzmarkt eindämmen, doch in Sachsen-Anhalt ist davon wenig zu spüren. Mit nur 17 genehmigten Anbauvereinen bleibt das legale Angebot gering. Viele Konsumenten weichen weiterhin auf illegale Quellen aus, da der Aufwand für eine Mitgliedschaft in einem Club hoch ist und die Vereine oft lange Wartezeiten haben.

Herausforderungen für die Clubs

Die Gründung eines Cannabis-Anbauvereins ist mit erheblichen Hürden verbunden. Neben strengen Sicherheitsauflagen müssen die Vereine auch hohe Kosten für Anbauflächen und -technik stemmen. Zudem ist die Nachfrage nach legalem Cannabis bisher verhalten, da viele Konsumenten den Schwarzmarkt bevorzugen. Die Clubs kämpfen mit bürokratischen Auflagen und geringen Mitgliederzahlen.

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Der Schwarzmarkt blüht unterdessen weiter. Trotz der Teillegalisierung ist der illegale Handel mit Cannabis in Sachsen-Anhalt nach wie vor weit verbreitet. Die Polizei verzeichnet weiterhin zahlreiche Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die erhoffte Eindämmung des Schwarzmarkts ist bisher ausgeblieben.

Die Landesregierung steht nun vor der Frage, wie die legale Cannabis-Versorgung verbessert werden kann. Diskutiert werden unter anderem eine Lockerung der Auflagen für Anbauvereine sowie eine stärkere Aufklärung über die legalen Bezugsmöglichkeiten. Bis dahin bleibt der Schwarzmarkt für viele Konsumenten die erste Wahl.

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