Am Mediclin Müritz-Klinikum in Waren hat die Gewerkschaft Verdi am 12. Mai zum dritten Warnstreik innerhalb weniger Wochen aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich 70 Mitarbeiter an der Arbeitsniederlegung. Die Klinikleitung bemühte sich, die Auswirkungen auf den laufenden Betrieb so gering wie möglich zu halten.
Interne Mitarbeiterversammlung angekündigt
Die Notfallversorgung war nach Aussage der Klinik jederzeit gesichert. Teams arbeiteten daran, Einschränkungen zu minimieren und die Patientenversorgung zu gewährleisten. Die Geschäftsführung zeigte sich weiterhin gesprächsbereit und an Lösungen interessiert. Man stehe in einem offenen Austausch und sei bereit, gemeinsam tragfähige Wege für eine stabile Versorgung und gute Arbeitsbedingungen zu finden, hieß es.
Für Mittwoch, den 13. Mai, kündigte die Klinik eine interne Mitarbeiterversammlung an. Die Leitung wolle den Beschäftigten einen Überblick über den Stand interner Überlegungen und Gespräche geben und die nächsten Schritte skizzieren. Ziel sei es, Anliegen aus der Belegschaft aufzunehmen und zu beraten, wie das Klinikum in einem schwierigen Umfeld zukunftsfähig bleiben könne. Die Veranstaltung richte sich ausschließlich an Mitarbeiter. Oberstes Ziel bleibe laut Klinik die Qualität der Patientenversorgung und eine verlässliche Zusammenarbeit im Haus.
Forderungen nach Tarifverträgen
Am vergangenen Warnstreik hatten sich nach Verdi-Angaben 120 Klinikmitarbeiter beteiligt. Die Streikenden fordern seit langem Tarifverträge für das nichtärztliche Personal. Konkret geht es um Anpassungen bei Lohn, Zulagen und Urlaubstagen. Verdi möchte darüber mit dem Arbeitgeber verhandeln. Die Geschäftsführung des Klinikums strebt jedoch eher hausinterne, individuelle Verträge an. Die Ärzte des Müritz-Klinikums haben hingegen bereits seit Juli 2025 einen konzernweiten Tarifvertrag der Ärztegewerkschaft Marburger Bund errungen.
Der erneute Warnstreik zeigt, dass die Beschäftigten nicht locker lassen. Sie wollen ihre Arbeitsbedingungen verbessern und eine tarifliche Absicherung erreichen. Die kommende Mitarbeiterversammlung könnte ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Einigung sein.



