Männer in Deutschland werden immer später Vater. Im Jahr 2024 waren sie bei der Geburt ihrer Kinder durchschnittlich 3,8 Jahre älter als im Jahr 1991, wie das Statistische Bundesamt zum Vatertag am Donnerstag (14. Mai) mitteilt. Demnach lag das Durchschnittsalter der Väter 2024 bei 34,7 Jahren, während es 1991 noch 31,0 Jahre betrug.
Altersunterschied zwischen Eltern
Bei der Ermittlung des Alters betrachtet das Bundesamt die Geburt aller Kinder und bildet einen Durchschnittswert für das Alter der Väter und der Mütter. Den Ergebnissen zufolge waren die Väter zuletzt bei der Geburt ihrer Kinder durchschnittlich 2,9 Jahre älter als die Mütter. Diese waren 2024 im Schnitt 31,8 Jahre alt.
Auch Frauen bekommen heutzutage deutlich später Kinder als noch vor über drei Jahrzehnten. 1991 waren Mütter den Angaben zufolge im Schnitt 27,9 Jahre alt. Mehr als drei Jahrzehnte später waren sie bei der Geburt ihrer Kinder also 3,9 Jahre älter.
Alter beim ersten, zweiten und dritten Kind
Betrachtet man nur das erste Kind der Mutter, waren Väter 2024 im Schnitt 33,3 Jahre alt. Beim zweiten Kind waren sie durchschnittlich 35,4 Jahre, beim dritten 36,6 Jahre, wie das Bundesamt mitteilt. Mütter waren bei der Geburt ihres ersten Kindes im Schnitt 30,4 Jahre alt. Ihr Durchschnittsalter beim zweiten Kind betrug 32,5 Jahre und beim dritten Kind 33,5 Jahre.
Die Entwicklung hin zu einer späteren Elternschaft ist ein langfristiger Trend, der sich in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich fortgesetzt hat. Gründe hierfür sind unter anderem längere Ausbildungszeiten, der spätere Einstieg ins Berufsleben sowie veränderte Lebensentwürfe und Familienplanungen.



