Berlin – Reis ist eine beliebte Beilage zu vielen Gerichten, doch der Genuss wird durch Schadstoffe getrübt. Die Stiftung Warentest hat 40 Reisprodukte getestet und in ausnahmslos jedem Reis das Halbmetall Arsen gefunden, das wegen seiner giftigen Eigenschaften oft den Schwermetallen zugeordnet wird. Auch Kadmium war vereinzelt enthalten. Die Schadstoffe gelangen über Böden und Wasser in den Reis.
Nur jeder zehnte Reis ist „gut“
Obwohl keines der Produkte die offiziellen Grenzwerte überschritt, zeigten sich deutliche Unterschiede in der Belastung mit Metallen, Schimmelpilzen oder Pestiziden. Das Fazit der Stiftung Warentest ist ernüchternd: Lediglich jede zehnte Reispackung erreicht die Note „Gut“. Acht Produkte sind nur „ausreichend“, darunter drei mit Bio-Siegel. Alle anderen liegen im Mittelfeld mit „befriedigend“.
Die Testsieger im Überblick
- K-Classic Langkorn Parboiled Reis von Kaufland (Note 2,3)
- Vollkorn Bio Jasmin Reis von Reishunger (2,3)
- Pure Original Basmati von Tilda (2,4)
- Basmati von Akash (2,5)
Arsen: Basmati schneidet am besten ab
Das Halbmetall Arsen lässt sich im Reis nicht vollständig vermeiden. Allerdings schneidet Basmatireis insgesamt am besten ab. Zudem können Verbraucher den Schwermetallgehalt durch die richtige Zubereitung deutlich reduzieren.
So kochen Sie Reis richtig
Die Stiftung Warentest empfiehlt, den rohen Reis vor dem Kochen gründlich zu waschen, bis das Wasser klar ist. Noch effektiver ist die Zubereitung mit viel Wasser:
- Kochen Sie den Reis für fünf Minuten in der vierfachen Menge Wasser.
- Gießen Sie das Wasser ab und ersetzen Sie es durch die zweifache Menge frisches Wasser.
- Lassen Sie den Reis quellen, bis das Wasser aufgesogen ist.
Laut einer Studie sinkt der Arsengehalt in Vollkornreis um 54 Prozent, in weißem Reis um 73 Prozent. Die Experten raten zudem, Reis nicht täglich, sondern nur ein- bis zweimal pro Woche zu essen. Das kommt auch der Umwelt zugute, denn Reis hat im Vergleich zu heimischen Beilagen wie Dinkel oder Grünkern einen hohen CO2-Fußabdruck.



