Eier richtig einfrieren: Profi-Tipps für Haltbarkeit und Sicherheit
Eier einfrieren: So geht's richtig

Eier richtig einfrieren: Profi erklärt die besten Methoden

Gerade in der Osterzeit werden häufig mehr Eier gekauft, als tatsächlich benötigt werden. Für Kuchen, Dekoration oder kleine Geschenke bleibt oft ein Überschuss an frischen Eiern übrig. Statt sie wegzuwerfen, gibt es eine praktische Lösung: das Einfrieren. Doch wie macht man das richtig und worauf muss man achten?

Rohe Eier einfrieren – aber richtig

„Man kann Eier einfrieren und später verwenden“, bestätigt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Allerdings gibt es dabei einige wichtige Regeln zu beachten. Der Experte betont: „Die Eier sollten möglichst frisch sein. Ohne Schale ist Eimasse gut gefriergeeignet.“

Für das Einfrieren empfiehlt Seitz folgendes Vorgehen:

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  • Für 100 Gramm Eimasse (etwa zwei Eier der Gewichtsklasse M) zwei Gramm Salz oder fünf Gramm Zucker hinzufügen
  • Langsam verrühren, aber nicht schlagen
  • Die Mischung in geeigneten Behältern einfrieren

Haltbarkeit und Verwendung nach dem Auftauen

Bei einer Temperatur von minus 18 Grad Celsius halten eingefrorene Eier maximal acht bis zwölf Monate. „Nach dem Auftauen kann man sie für durcherhitzte Speisen verwenden“, erklärt Seitz. Dazu gehören:

  1. Rühreier
  2. Gebäck und Kuchenteige
  3. Pfannkuchen

Zum Auftauen rät der Experte, die Eimasse langsam im Kühlschrank aufzutauen. Auch Eigelb und Eiklar lassen sich getrennt einfrieren: Eigelb sollte mit Salz oder Zucker versetzt werden, während Eiklar ohne Zusätze eingefroren werden kann.

Gekochte Eier gehören nicht in die Tiefkühltruhe

Besonders nach Ostern bleiben oft hart gekochte Eier übrig. Hier warnt Seitz deutlich: „Gekochte Eier eignen sich nicht zum Einfrieren.“ Zwar gebe es alternative Konservierungsmethoden wie das Einlegen in Essiglösung oder Salzlake, doch diese seien hygienisch anfällig und erforderten besondere Sorgfalt.

Salmonellen-Gefahr ernst nehmen

Ein wichtiger Aspekt beim Umgang mit Eiern ist die Salmonellen-Gefahr. Rohe Eier können diese gefährlichen Keime enthalten. Seitz erklärt: „Salmonellen vermehren sich bei Temperaturen unter sechs Grad Celsius praktisch gar nicht, bei Zimmertemperatur aber explosionsartig.“

Daher empfiehlt der Experte:

  • Eier grundsätzlich im Kühlschrank lagern
  • Bei hohen Temperaturen Eier schnell nach dem Einkauf kühlen
  • Bedenken, dass Tiefgefrieren Salmonellen nicht abtötet

Eine nachträgliche Kühlung kann bereits entstandene Vermehrungen nicht mehr rückgängig machen. Daher ist die richtige Lagerung von Anfang an entscheidend für die Lebensmittelsicherheit.

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