Grüner Tee vs. Schwarzer Tee: Matcha-Hype wissenschaftlich bestätigt
Viele Menschen bevorzugen am Morgen einen grünen oder schwarzen Tee statt Kaffee. Beide Sorten enthalten Koffein und gelten als gesunde Wachmacher. Doch die vielen Matcha-Fans liegen richtig: Grüner Tee ist tatsächlich etwas gesünder als schwarzer Tee, obwohl beide Gerbstoffe (Tannine) enthalten, die Verfärbungen begünstigen können. Allerdings hat auch der schwarze Tee seine Stärken, beispielsweise bei der Senkung des Cholesterinspiegels.
Studie belegt Vorteile von Grünem Tee für erfolgreiches Altern
Eine Studie im Fachmagazin „Molecules“ analysierte Daten von rund 3300 Menschen ab 50 Jahren aus dem Mittelmeerraum. Das Ergebnis: Personen, die grünen Tee tranken, schnitten auf einem Gesundheitsindex für erfolgreiches Altern besser ab als Schwarzteetrinker. Der Index bewertete Faktoren wie Körpergewicht, Gesundheit und körperliche sowie soziale Aktivität. Darüber berichtete das britische Magazin „Economist“.
L-Theanin: Der Geheimtipp im Grünen Tee
Ein Grund für die Überlegenheit von Grünem Tee könnte der höhere Gehalt an L-Theanin sein. Diese Aminosäure steigert Dopamin und Serotonin – Botenstoffe im Gehirn, die die Stimmung heben. Grüner Tee enthält pro Tasse fast 28 Prozent mehr L-Theanin als schwarzer Tee. Laut einem „Economist“-Bericht verstärkt L-Theanin auch die Aktivität von Alpha-Gehirnwellen. Das sind elektrische Schwingungen, die die geistige Konzentration schärfen, ohne Nervosität zu verursachen. Zusätzlich kann L-Theanin Gedächtnis, Schlaf und Reaktionsgeschwindigkeit verbessern sowie Stress reduzieren. Die Vorteile steigen mit der Menge an getrunkenem grünen Tee, allerdings nur bis zu etwa 200 Milligramm L-Theanin, was ungefähr acht Tassen entspricht.
Antioxidantien und Zahnverfärbungen
Ein weiterer Vorteil: Grüner Tee enthält etwa ein Fünftel mehr Antioxidantien als schwarzer Tee. Diese bekämpfen Entzündungen und helfen, geschädigte Zellen abzutöten. Dadurch sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen der Atemwege und des Verdauungssystems. Zudem färbt grüner Tee die Zähne weniger stark als schwarzer Tee, obwohl auch er Gerbstoffe enthält, die Verfärbungen begünstigen können.
Schwarzer Tee: Stärken bei Cholesterin und Darmgesundheit
Schwarzer Tee hat ebenfalls bedeutende Stärken. Er ist reicher als grüner Tee an nützlichen Verbindungen wie Theaflavinen und Thearubiginen. Theaflavine reduzieren die Aufnahme von Cholesterin durch den Körper, was Arterienverkalkung und Herzerkrankungen vorbeugt. Zudem ist schwarzer Tee, anders als grüner, fermentiert und kann sich positiv auf die Darmgesundheit auswirken.
Beide Teesorten sind kalorienfrei, reich an sekundären Pflanzenstoffen, fördern die Herzgesundheit und halten wach. Die Wahl zwischen grünem und schwarzem Tee hängt somit von individuellen Gesundheitszielen und Geschmacksvorlieben ab.



