Spanische Studie: Vier Esslöffel Olivenöl täglich könnten Gesundheit im Alter stabilisieren
Olivenöl-Studie: Vier Esslöffel täglich für stabile Gesundheit im Alter

Spanische Studie: Vier Esslöffel Olivenöl täglich könnten Gesundheit im Alter stabilisieren

Die mediterrane Küche ist ohne das charakteristische Olivenöl kaum vorstellbar. Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung aus Spanien legt nun nahe, dass die konsumierte Menge des flüssigen Goldes einen direkten Einfluss auf die Gesundheit im fortgeschrittenen Lebensalter haben könnte. Personen mit höherem Olivenölverzehr bewerteten in der Studie ihre körperliche Gesundheit deutlich stabiler.

Studiendesign und Teilnehmergruppe

Die Forschungsarbeit wurde von einem Team spanischer Wissenschaftler um Javier Conde-Pipó von der Universität Jaén durchgeführt und im renommierten Fachjournal European Journal of Nutrition veröffentlicht. Für die Untersuchung wurden insgesamt 180 körperlich aktive Frauen und Männer im Alter zwischen 41 und 80 Jahren rekrutiert. Alle Probanden ernährten sich nach den Prinzipien der mediterranen Diät.

Die Forscher teilten die Teilnehmer in zwei Gruppen ein: Eine Gruppe konsumierte täglich weniger als vier Esslöffel natives Olivenöl extra, während die andere Gruppe mindestens vier Esslöffel pro Tag zu sich nahm. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit einem etablierten und validierten Fragebogen erfasst, wobei der Fokus insbesondere auf der körperlichen Komponente lag.

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Signifikante Unterschiede in der Selbsteinschätzung

Die Auswertung der Daten zeigte bemerkenswerte Unterschiede zwischen den beiden Verbrauchsgruppen. In der Gruppe mit geringerem Olivenölkonsum – also weniger als vier Esslöffel täglich – zeigte sich ein klarer statistischer Zusammenhang zwischen dem Alter der Teilnehmer und ihrer Selbsteinschätzung. Mit zunehmendem Lebensalter bewerteten diese Personen ihre körperliche Gesundheit tendenziell schlechter und berichteten gleichzeitig über stärkere Schmerzen.

Ganz anders präsentierte sich die Situation in der Gruppe mit höherem Olivenölverzehr. Hier fand sich dieser negative Zusammenhang zwischen Alter und Gesundheitsbewertung nicht. Weder verschlechterte sich die allgemeine Einschätzung der körperlichen Gesundheit signifikant mit dem Alter, noch stiegen die Schmerzangaben in vergleichbarer Weise an. Die Teilnehmer mit mindestens vier Esslöffeln Olivenöl täglich fühlten sich im Alter also subjektiv gesünder und weniger von Schmerzen beeinträchtigt.

Wichtige Einschränkung der Ergebnisse

Allerdings ist eine wichtige Einschränkung zu beachten: Die konkrete körperliche Leistungsfähigkeit nahm in beiden Gruppen mit dem Alter ab. Bei anstrengenderen Tätigkeiten im Alltag zeigten sich also keine signifikanten Unterschiede zwischen den Verbrauchsgruppen. Der mögliche positive Effekt des höheren Olivenölkonsums betraf demnach nicht die altersbedingte Veränderung der körperlichen Funktion selbst, sondern zeigte sich vorwiegend in der Gesamtbewertung der körperlichen Gesundheit und im subjektiven Schmerzempfinden.

Mögliche biologische Erklärungsansätze

Als mögliche Erklärung für diese beobachteten Effekte verweisen die Forscher auf die besonderen Inhaltsstoffe von nativem Olivenöl extra. Das mediterrane Grundnahrungsmittel enthält nicht nur viele einfach ungesättigte Fettsäuren, sondern auch eine Vielzahl antioxidativer und entzündungshemmender Pflanzenstoffe, insbesondere Polyphenole.

Diese bioaktiven Substanzen werden in der wissenschaftlichen Diskussion als potenzielle Einflussfaktoren auf chronische Entzündungsprozesse betrachtet, die wiederum mit Schmerzentstehung und funktionellen Einschränkungen im Alter in Zusammenhang stehen könnten. Die Studienergebnisse legen somit nahe, dass der regelmäßige Konsum von mindestens vier Esslöffeln Olivenöl täglich im Rahmen einer mediterranen Ernährungsweise mit einer günstigeren Selbsteinschätzung der körperlichen Gesundheit im höheren Lebensalter verbunden sein könnte.

Die spanischen Wissenschaftler betonen jedoch, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, die keine kausalen Zusammenhänge beweisen kann. Weitere Forschungsarbeiten sind notwendig, um die genauen Mechanismen zu entschlüsseln und die optimalen Verzehrsmengen für gesundheitliche Vorteile im Alter zu bestimmen.

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