Spargel-Tipps: Vom Schälen bis zum Grillen - So gelingt das Königsgemüse perfekt
Spargel-Tipps: So gelingt das Königsgemüse perfekt

Spargel-Tipps: Vom Schälen bis zum Grillen - So gelingt das Königsgemüse perfekt

Das "Königsgemüse" Spargel erlebt eine Renaissance. Während die weiße Variante lange als traditionelles Sonntagsessen galt, entdeckt besonders die junge Generation nun die Vielfalt der Stangen - mit besonderem Fokus auf grünen Spargel. Doch Experten betonen: Beide Sorten bieten kreative Möglichkeiten jenseits von Schinken und Hollandaise.

Schälen: Nicht immer notwendig

Ein verbreiteter Irrglaube besagt, dass grüner Spargel grundsätzlich nicht geschält werden muss. Simon Schumacher vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) erklärt: "Grüner Spargel darf bis zu 27 cm lang sein. Sind die Stangen wegen des Wetters langsamer gewachsen, können sie eine härtere Schale ausbilden." Sein praktischer Tipp: Der Brechtest zeigt, ob Schälen nötig ist.

"Bei ein, zwei Stangen ein Stück unten abbrechen", rät Schumacher. "Lassen sie sich gut brechen, ist die Schale nicht hart. Hängt das Ende und bricht nicht mit frischem Knack, muss geschält werden." Food-Bloggerin Steffi Sinzenich ergänzt: "Bei dünnen Stangen breche ich lieber ein Stückchen ab, als zu schneiden. Man fühlt, wo der holzige Teil beginnt."

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Zubereitung: Moderne Methoden statt alter Regeln

Die klassische Regel, Zucker ins Kochwasser zu geben, ist laut Experten überholt. "Das war früher erforderlich, als Sorten bitterer waren", erklärt Schumacher. Heutige Sorten benötigen diese Zugabe nicht mehr.

Für perfektes Garen empfiehlt sich die stehende Zubereitung. "Spargel wird idealerweise stehend gegart", so Schumacher. "Das Wasser bedeckt nur die unteren Enden, der zarte Kopf wird schonend gedämpft." Selbst ohne Spargeltopf ist dies möglich: Zwei gleich große Töpfe - einer für den Spargel, der andere kopfüber als Deckel.

Garzeit und Alternativen

Die Garzeit variiert je nach Dicke und Sorte. Steffi Sinzenich gibt Richtwerte: "Weißer Spargel braucht 12 bis 15 Minuten, grüner nur fünf bis sieben." Wichtig: Spargel sollte noch Biss haben. Der Gabeltest zeigt den idealen Punkt: Hochgehalten sollte die Stange leicht durchhängen, aber nicht schlaff sein.

Kreative Alternativen zum klassischen Kochen:

  • Aus dem Ofen: In Backpapier gewickelt mit Butter und Zitrone
  • Vom Grill: Grüner Spargel mit Olivenöl und Parmesan
  • In der Pfanne: Gebraten mit unterschiedlichen Garzeiten für dicke und dünne Teile

Besonderheiten und Lagerung

Roher Spargel ist entgegen verbreiteter Meinung bekömmlich - schmeckt aber völlig anders. "Viele vergleichen ihn mit Zuckerschoten", sagt Schumacher. Ideal als Topping im Salat oder auf Brot.

Für die Lagerung gilt:

  1. Aufwärmen: Maximal einmal, luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren
  2. Einfrieren: Nur frischen, rohen Spargel einfrieren, gründlich schälen vorher
  3. Tiefkühl-Zubereitung: Direkt aus dem Gefrierfach ins Kochwasser, nur 2-3 Minuten garen

Die Vielfalt des Spargels zeigt sich in allen Zubereitungsarten. Ob traditionell oder modern, weiß oder grün - mit diesen Tipps gelingt jedes Spargelgericht.

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