Weißer Schaum auf Pferden: Kein Shampoo, sondern natürlicher Schweiß
Weißer Schaum auf Pferden: Kein Shampoo, sondern Schweiß

Pferd und Reiter kommen gerade vom Training, und plötzlich klebt weißer Schaum zwischen den Hinterbeinen, an der Brust oder unter dem Sattel. Was wie Seife aussieht, ist in Wahrheit Schweiß. Ein irritierender Anblick, doch dahinter steckt ein ganz natürlicher Mechanismus.

Ist das Shampoo?

Verantwortlich für den Schaum ist ein spezielles Eiweiß im Schweiß des Pferdes: Latherin. Dieses Protein wirkt ähnlich wie ein mildes Waschmittel. Es sorgt dafür, dass sich der Schweiß im Fell verteilt, statt einfach abzuperlen. Das ist wichtig, denn das Fell von Pferden ist leicht ölig und eigentlich wasserabweisend.

So entsteht der Schaum auf dem Pferd

Das Eiweiß Latherin hat noch eine weitere Eigenschaft: Es schäumt. Kommt Bewegung ins Spiel, etwa beim Laufen oder durch Reibung von Haut und Ausrüstung, bildet sich der typische weiße Schaum. Deshalb taucht er vor allem an bestimmten Stellen auf: zwischen den Hinterbeinen, an der Brust oder dort, wo Sattel und Zügel anliegen. Genau dort reibt es besonders stark.

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Warum Pferde so stark schwitzen

Anders als Hunde und Katzen können Pferde über die Körperoberfläche schwitzen – genau wie wir Menschen. Es ist sogar überlebensnotwendig, denn Pferde sind Fluchttiere. Sie müssen über längere Zeit leistungsfähig bleiben. Durch das Schwitzen kühlen sie ihren Körper zuverlässig herunter und vermeiden Überhitzung. Für sie ist das Schwitzen die wichtigste Methode, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Manchmal lässt sich dieser Prozess sogar sehen: Wenn die Feuchtigkeit vom warmen Körper aufsteigt, wirkt es, als würde das Pferd dampfen.

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