Allergie-Check: Die häufigsten Ursachen für Schnupfen und juckende Augen
Die Pollensaison kennt inzwischen kaum noch Pausen, was für Menschen mit Heuschnupfen leidvolle Folgen hat. Doch nicht nur Pollen machen Allergikern das Leben schwer. Der aktuelle Allergieatlas, für den 3560 Betroffene in Deutschland befragt wurden, zeigt deutlich, wie sehr allergische Beschwerden viele Menschen belasten.
Die alarmierenden Zahlen der Allergie-Studie
Laut den Ergebnissen der umfassenden Befragung leiden 73 Prozent der Allergiker häufig unter allergischem Schnupfen. Fast ebenso viele, nämlich 59 Prozent, klagen über juckende und tränende Augen. Diese Symptome beeinträchtigen den Alltag erheblich und führen zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität.
Als häufigste Ursache für diese Beschwerden gilt mit 68 Prozent eindeutig der Heuschnupfen. An zweiter Stelle folgen Allergien gegen Hausstaubmilben, die bei 39 Prozent der Befragten Probleme verursachen. Tierhaarallergien betreffen immerhin noch 32 Prozent der Allergiker.
Verschlimmerung der Symptome in den letzten Jahren
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass 41 Prozent der Betroffenen berichten, ihre Allergien seien in den vergangenen Jahren schlimmer geworden. Die Symptome treten bei 24 Prozent früher im Jahr auf, dauern bei 21 Prozent länger an oder häufen sich bei 13 Prozent deutlich.
Umweltfaktoren als Verstärker der Allergieproblematik
Neben der intensiveren und verlängerten Pollensaison verändert sich auch die Qualität der Pollen selbst. Umweltfaktoren wie steigende CO2- und Ozonwerte verstärken nachweislich die allergene Wirkung der Pollen. Zudem verbreiten sich invasive Pflanzenarten, was ebenfalls in direktem Zusammenhang mit dem fortschreitenden Klimawandel steht.
Expertenrat: Frühzeitige Maßnahmen ergreifen
Torsten Zuberbier von der Berliner Charité erklärt die Wirkungsweise moderner Medikamente: „Ein Antihistaminikum wirkt wie eine Sicherung. Es verhindert, dass Histamin an Rezeptoren bindet.“ Laut dem Experten ist das Medikament am wirksamsten, wenn es vor der Histaminausschüttung eingenommen wird.
Moderne Medikamente und ihre Vorteile
Moderne Antihistaminika, etwa mit dem Wirkstoff Bilastin, wirken nicht nur schnell, sondern auch langanhaltend. Ein besonderer Vorteil von Bilastin ist, dass es die Blut-Hirn-Schranke nicht überwindet und daher keine Müdigkeit verursacht. Zusätzlich können lokal wirkende Tropfen und Sprays gezielt Augen und Nase entlasten.
Praktische Tipps für den Alltag
Betroffene können die Allergenbelastung im Alltag durch einfache Maßnahmen verringern:
- Nur zu pollenarmen Zeiten lüften
- Kleidung nach Aufenthalten im Freien wechseln
- Regelmäßige Nasenspülungen durchführen
- Haare vor dem Schlafengehen waschen
- Pollenschutzgitter an Fenstern anbringen
Diese Maßnahmen können dazu beitragen, die Belastung durch Allergene deutlich zu reduzieren und die Lebensqualität von Allergikern spürbar zu verbessern.



