ESC-Kandidat Bela kämpft mit Alopecia universalis: Vom Haarverlust zum Markenzeichen
ESC-Sänger Bela: Chronische Krankheit veränderte sein Leben

ESC-Teilnehmer Bela: Chronische Krankheit prägt sein Erscheinungsbild

Der deutsche ESC-Kandidat Bela (23) zählt zu den Favoriten für das Finale des Eurovision Song Contest am Samstag in Berlin. Neben seiner musikalischen Begabung fällt der Sänger durch sein charakteristisches Outfit auf: eine getönte Brille kombiniert mit einem Bandana-Stirnband. Was zunächst wie ein stylisches Accessoire wirkt, hat jedoch einen ernsten medizinischen Hintergrund.

Autoimmunerkrankung verursacht totalen Haarverlust

Bela leidet an Alopecia universalis, der schwersten Form des kreisrunden Haarausfalls. Bei dieser chronischen Autoimmunerkrankung attackiert das Immunsystem die eigenen Haarfollikel, was zum vollständigen Verlust aller Körperhaare führt. Betroffen sind nicht nur die Kopfbehaarung, sondern auch Augenbrauen, Wimpern und die restliche Körperbehaarung.

Im Gespräch schildert der Künstler den Beginn seiner Erkrankung: „Bei mir fing es mit einem kleinen Loch zwischen meinen Haaren am Hinterkopf an. Später kamen dann mehrere handflächengroße Löcher dazu.“ Zunächst habe er die Veränderungen noch humorvoll betrachtet, doch als sich der Zustand verschlechterte, suchte er ärztliche Hilfe.

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Rasanter Verlauf und persönliche Bewältigung

Die verordneten Kortisonpräparate zeigten keine Wirkung, und der Haarausfall beschleunigte sich dramatisch. „Mit 21 verlor ich alle meine Haare“, berichtet Bela. Der Verlust der feinen Gesichts- und Nasenhaare führte zu gesundheitlichen Komplikationen wie wiederkehrenden Gerstenkörnern, da der natürliche Schutz der Augen fehlte.

Die körperlichen Veränderungen stellten den jungen Sänger vor große Herausforderungen: „Natürlich musste ich erst lernen, mit diesen körperlichen Veränderungen umzugehen. Denn meine Haare waren ja immer ein wichtiger Teil von mir, den ich verloren habe.“ Aus der Not entwickelte Bela schließlich seine charakteristische Optik mit Sonnenbrille und Bandana, die heute zu seinem unverwechselbaren Markenzeichen geworden ist.

Hoffnung auf Heilung und Blick in die Zukunft

Trotz der dauerhaften Belastung durch die Autoimmunerkrankung blickt Bela optimistisch in die Zukunft: „Ich habe die Hoffnung, dass die Krankheit irgendwann heilbar ist und meine Haare zurückkommen. Es gibt jetzt schon vielversprechende Therapien.“ Der Künstler betont, dass er zu seinem veränderten Äußeren steht und seine Erkrankung nicht verbergen möchte.

Seine persönliche Geschichte und der offene Umgang mit der chronischen Krankheit machen Bela nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich zu einem besonderen Kandidaten. Beim deutschen ESC-Vorentscheid am Samstagabend wird er mit seinem Song „Herz“ antreten und hofft, Deutschland im Mai beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten zu dürfen. Sein Schicksal hat den jungen Sänger geprägt, aber nicht gebrochen – im Gegenteil: Aus der gesundheitlichen Herausforderung hat er eine einzigartige künstlerische Identität entwickelt.

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