Schlafstörungen erhöhen Schlaganfallrisiko besonders bei Jüngeren
Schlafmangel und Schlaganfall: Risiko bei Jüngeren erhöht

Schlafstörungen beeinträchtigen nicht nur den Alltag, sondern auch langfristig die Gesundheit. Eine US-Studie der Virginia Commonwealth University hat nun einen alarmierenden Zusammenhang aufgedeckt: Wer unter 50 ist und schlecht schläft, hat ein deutlich höheres Schlaganfallrisiko. Besonders auffällig ist, dass sich bei ausgeprägten Schlafproblemen das Risiko im Vergleich zu gut Schlafenden um ein Vielfaches erhöhen kann.

Studiendaten und Methodik

Die Forscher werteten Daten von 31.126 Menschen aus, die bis zu 19 Jahre (im Durchschnitt neun Jahre) begleitet wurden. Entscheidend war die Häufigkeit typischer Beschwerden: Einschlafprobleme, nächtliches Aufwachen, zu frühes Erwachen oder das Gefühl, morgens nicht erholt zu sein. Die Teilnehmer wurden in Gruppen eingeteilt, je nachdem, wie viele dieser Symptome sie angaben.

Mehr Symptome, höheres Risiko

Das Ergebnis der 2023 veröffentlichten Studie zeigt einen klaren Zusammenhang: Schon ein bis vier Symptome gingen mit einem um 16 Prozent erhöhten Risiko einher. Bei fünf bis acht Symptomen lag es sogar um 51 Prozent höher – jeweils im Vergleich zu Menschen ohne Schlafprobleme. Die Auswertung berücksichtigte andere Einflüsse wie Rauchen, Alkohol oder Bewegung. Es bleibt also ein eigenständiger Zusammenhang zwischen Schlafqualität und Schlaganfallrisiko.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ein Grund für diesen Zusammenhang: Der schlechte Schlaf scheint den Weg für andere Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Depressionen zu ebnen, die wiederum das Schlaganfallrisiko massiv antreiben.

Jüngere besonders betroffen

Unter 50-Jährige mit vielen Schlafproblemen hatten ein besonders stark erhöhtes Risiko. In dieser Gruppe war es teils viermal so hoch wie bei Gleichaltrigen ohne Beschwerden. Bei Älteren fiel der Anstieg deutlich geringer aus. Dieser deutliche Unterschied deutet darauf hin, dass Schlafstörungen besonders bei unter 50-Jährigen ein eigenständiger Risikofaktor für Schlaganfälle sein könnte.

Eine weitere Erkenntnis: Schlafprobleme bleiben oft über Jahre bestehen. Genau dieser langfristige Zustand könnte eine wichtige Rolle für die Gesundheit spielen.

Was die Ergebnisse einschränkt

Die Daten basieren auf Fragebögen, also auf Selbsteinschätzungen der Teilnehmer. Das kann ungenau sein. Außerdem zeigt die Studie nur Zusammenhänge, keine eindeutige Ursache-Wirkung-Beziehung. Am Ende bleibt die zentrale Erkenntnis, dass häufige und anhaltende Schlafstörungen in einem deutlichen Zusammenhang mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko stehen – besonders bei Jüngeren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration