Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Todesursache Nummer eins bei Frauen in Deutschland
Das Statistische Bundesamt hat anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2026 besorgniserregende Zahlen zu Geschlechterunterschieden bei der Gesundheit veröffentlicht. Die Daten zeigen deutlich, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Vorhofflimmern im Jahr 2024 die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland waren.
Alarmierende Zahlen zu Todesfällen
Gut ein Drittel aller Todesfälle bei Frauen – genau 35,4 Prozent – waren auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zurückzuführen. Insgesamt starben 178.742 Frauen an diesen Krankheiten. Bei den Männern wurden mit 160.470 Todesfällen zwar weniger absolute Zahlen verzeichnet, der prozentuale Anteil lag mit 31,9 Prozent jedoch ebenfalls hoch, was die allgemeine Bedeutung dieser Erkrankungen unterstreicht.
Häufige Gründe für Krankenhausaufenthalte
Herz-Kreislauf-Krankheiten zählten bei beiden Geschlechtern zu den häufigsten Gründen für einen stationären Krankenhausaufenthalt. 12,8 Prozent der Patientinnen und 16,9 Prozent der Patienten mussten deshalb in eine Klinik eingeliefert werden. Weitere häufige Gründe für einen stationären Krankenhausaufenthalt bei Frauen waren:
- Verletzungen und Vergiftungen
- Schwangerschaft und Geburt
Bei Männern dominierten dagegen:
- Krankheiten des Verdauungssystems
- Verletzungen und Vergiftungen
Krebs als zweithäufigste Todesursache
Eine weitere häufige Todesursache im Jahr 2024 war Krebs. 21,1 Prozent der Todesfälle von Frauen – mehr als jeder fünfte – gingen darauf zurück. Insgesamt starben 106.774 Frauen an Krebserkrankungen. Bei Männern verursachte Krebs ein Viertel aller Todesfälle (24,6 Prozent), was 123.618 Todesopfern entspricht.
Unterschiede in der Lebenserwartung
Die Lebenserwartung von Frauen betrug 2024 im Schnitt 83,5 Jahre, während Männer durchschnittlich 78,9 Jahre alt wurden. Diese Differenz von 4,6 Jahren ist laut dem Statistischen Bundesamt unter anderem auf unterschiedliches Gesundheitsverhalten zurückzuführen. Als Beispiele nannte die Behörde:
- Tabakkonsum
- Ernährung
Auch unterschiedliche Arbeitsbedingungen spielen eine Rolle bei dieser geschlechtsspezifischen Diskrepanz. Die Veröffentlichung dieser Zahlen zum Weltfrauentag soll das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gesundheitsrisiken schärfen und zu gezielteren Präventionsmaßnahmen beitragen.



