Hantavirus-Ausbruch auf der „Hondius“: Schiff erreicht Teneriffa
Das Kreuzfahrtschiff „Hondius“, an Bord dessen sich mehrere Menschen mit einer Variante des Hantavirus infiziert haben sollen, ist am Hafen von Granadilla auf Teneriffa angekommen. Drei Menschen sollen gestorben sein, eine Handvoll weitere sind infiziert. Die Behörden betonen jedoch, dass sich an Bord des Schiffes niemand mehr mit Symptomen befinde. Die Erkrankten seien bereits vorher von Bord gebracht worden.
Proteste und Sicherheitsvorkehrungen
Am Vortag gab es Proteste von Anwohnern, die befürchten, dass die 140 verbliebenen Passagiere das Virus einschleppen könnten. Die Behörden reagierten mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen: Die Menschen werden in kleinen Booten vom Schiff gebracht, sofort in bereitstehende Busse verladen und zum Flughafen im Süden der Insel gefahren. Dort warten Evakuierungsflieger, darunter auch eine Maschine aus Deutschland, die die Passagiere in ihre Heimatländer zurückbringt.
Stellungnahme der WHO
Gestern Abend fand eine Pressekonferenz statt, an der unter anderem der WHO-Chef teilnahm. Er erklärte, das Ansteckungsrisiko sei sehr gering, dennoch gehe man besonders vorsichtig vor. Der Hafen ist weiträumig abgeschirmt, Polizei ist stark präsent, und zeitweise kreisen Hubschrauber über dem Gebiet.



