Hantavirus: Kontaktperson in Düsseldorfer Klinik untersucht
Hantavirus-Kontaktperson in Düsseldorf

Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ hat nun auch Deutschland erreicht. Eine Person, die an Bord Kontakt zu einem bestätigten Hantavirus-Fall hatte, wurde am späten Mittwochabend in einem speziellen Transportkonvoi zur vorsorglichen Untersuchung in das Uniklinikum Düsseldorf (UKD) gebracht. Die Feuerwehr Düsseldorf hatte die Person am Flughafen Amsterdam Schiphol übernommen.

Hintergrund des Ausbruchs

Bereits zuvor waren auf der „Hondius“ mehrere Hantavirus-Infektionen aufgetreten, darunter drei Todesfälle: ein älteres niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau. Drei weitere Personen wurden unter medizinischer Begleitung von Bord geholt, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das niederländische Außenministerium mitteilten. Unter ihnen befindet sich eine 65-jährige Deutsche, die nun in Düsseldorf untersucht wird. Das UKD machte keine weiteren Angaben zu Alter, Geschlecht oder Wohnort der betroffenen Person.

Symptome und Verlauf

Laut Robert Koch-Institut (RKI) verlaufen viele Hantavirus-Infektionen in Deutschland symptomlos oder mit unspezifischen Symptomen. Die Viren können jedoch auch Fieber mit Blutungen und Nierenschäden verursachen. Eine spezielle Gruppe, zu der der südamerikanische Andesvirus gehört, kann Übelkeit, Erbrechen, Husten und eine schwere Lungenerkrankung auslösen. Die aktuell in Düsseldorf untersuchte Kontaktperson zeigt jedoch keinerlei Symptome und ihr Zustand ist stabil, wie die Feuerwehr mitteilte.

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Vorsorgliche Maßnahmen

Das Klinikum betonte, dass es sich um eine Kontaktperson ohne bestätigte Infektion handle. Die Aufnahme erfolge vorsorglich zur medizinischen Abklärung. Auf der Infektionsstation stehen eine klinische Ersteinschätzung sowie infektiologische Untersuchungen an. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben.

Perspektive für die übrigen Passagiere

Nach tagelanger Unsicherheit gibt es nun eine klare Perspektive für die knapp 150 Menschen an Bord der „Hondius“. Spanien erteilte dem unter niederländischer Flagge fahrenden Schiff die Erlaubnis, einen Hafen auf Teneriffa (Kanarische Inseln) anzulaufen. Dort gibt es eine auf Epidemien spezialisierte Klinik, in der Besatzung und Passagiere untersucht und gegebenenfalls medizinisch versorgt werden sollen. Später können sie in ihre Heimatländer zurückkehren.

Die „Hondius“ verließ am Mittwochabend die Gewässer vor Kap Verde und nahm Kurs auf die Kanarischen Inseln. Die Reise wird voraussichtlich drei bis vier Tage dauern, so der Betreiber Oceanwide Expeditions. In Kap Verde seien zusätzlich drei medizinisch geschulte Personen an Bord gegangen, um eine optimale gesundheitliche Versorgung während der Überfahrt zu gewährleisten.

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