Ein neuer Virusausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff sorgt für Aufsehen. Nachdem bereits 2020 tausende Menschen aufgrund von Corona-Ausbrüchen auf Schiffen festsaßen, wiederholt sich nun eine ähnliche Situation mit dem sogenannten Hunter-Virus. Der Virologe Professor Klaus Stöhr äußerte sich in einem Interview mit Thomas Kausch zur aktuellen Lage und zog Vergleiche zur damaligen Pandemie.
Keine Pandemie, aber Vorsicht geboten
Stöhr betonte, dass die derzeitige Situation nicht mit einer Pandemie vergleichbar sei. „Wir sehen hier keine Pandemie, aber die Lage ist ernst“, erklärte der Experte. Er wies darauf hin, dass die Ausbreitung des Hunter-Virus auf dem Schiff zwar besorgniserregend sei, aber nicht das Ausmaß von COVID-19 erreiche. Dennoch müssten die Behörden wachsam sein und geeignete Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.
Unterschiede zu Corona 2020
Im Gegensatz zu 2020, als die Welt noch wenig über das neuartige Coronavirus wusste, sei man heute besser vorbereitet. „Wir haben Erfahrungen gesammelt und können schneller reagieren“, so Stöhr. Dennoch sei das Hunter-Virus nicht zu unterschätzen. Es handele sich um einen Erreger, der vor allem auf engem Raum wie einem Kreuzfahrtschiff leicht übertragen werden könne. Die Passagiere und Besatzungsmitglieder befinden sich derzeit in Quarantäne, während die Gesundheitsbehörden die Lage überwachen.
Experten fordern bessere Kontrollen
Der Ausbruch hat erneut die Diskussion über Sicherheitsstandards auf Kreuzfahrtschiffen entfacht. Experten fordern strengere Hygienevorschriften und regelmäßige Tests für Passagiere und Crew. Stöhr empfiehlt, die Impfkampagnen gegen das Hunter-Virus zu intensivieren, um zukünftige Ausbrüche zu vermeiden. Die Reederei des betroffenen Schiffes hat bereits angekündigt, alle Fahrten vorerst auszusetzen, bis die Situation unter Kontrolle ist.



