Ein harter Schlag für den argentinischen Stürmer Gianluca Prestianni (20) von Benfica Lissabon: Er wird die ersten beiden Gruppenspiele der argentinischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 verpassen. Die Partien gegen Algerien am 17. Juni und gegen Österreich am 22. Juni finden ohne ihn statt. Grund dafür ist eine sechsspielige Sperre, die bislang nur in europäischen Wettbewerben galt. Auf Antrag der Europäischen Fußball-Union (Uefa) wurde diese nun vom Weltverband Fifa auf alle internationalen Spiele ausgeweitet.
Hintergrund der Sperre
Der Vorfall ereignete sich Mitte Februar im Champions-League-Spiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid. Prestianni hatte den brasilianischen Starspieler Vinicius Junior (25) homophob beleidigt. Um die Beleidigung zu vertuschen, zog sich Prestianni das Trikot über den Mund. Später gestand er die Tat jedoch ein. Die Uefa beantragte daraufhin bei der Fifa, die Sperre auf alle Länderspiele auszuweiten, was nun auch geschah.
Bereits verbüßte und ausgesetzte Strafen
Prestianni hat bereits ein Spiel seiner Sperre in der Champions League abgesessen. Drei weitere Spiele wurden zur Bewährung ausgesetzt. Daher muss er bei der Weltmeisterschaft nur zwei Spiele aussetzen. Die Sperre gilt für alle Pflichtspiele der argentinischen Nationalmannschaft, sodass er erst im dritten Gruppenspiel oder später wieder eingesetzt werden kann.
Der Fall zeigt erneut die Null-Toleranz-Politik der Fifa und Uefa gegenüber Diskriminierung im Fußball. Vinicius Junior selbst hatte sich mehrfach gegen Rassismus und Homophobie ausgesprochen und war selbst immer wieder Ziel von Anfeindungen.



