Hantavirus auf Expeditionsschiff: Passagier berichtet über Alltag an Bord
Hantavirus auf Expeditionsschiff: Passagier berichtet

Ein kleines Expeditionsschiff vor Kap Verde, drei Tote durch das Hantavirus, mehr als 140 Menschen an Bord: Reiseblogger Jake Rosmarin sitzt mittendrin. Gegenüber BILD schildert er, wie sich der Alltag auf der „MV Hondius“ wirklich anfühlt, während draußen über das Schiff spekuliert wird.

Maskenpflicht und Versammlungsverbot

Seit dem Ausbruch des Hantavirus an Bord gelten strenge Maßnahmen. „Auf dem Schiff tragen jetzt alle Masken“, berichtet Rosmarin. Versammlungen im Inneren sind nicht erlaubt, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung zu minimieren. Reisende dürfen jedoch aufs Außendeck, wo frische Luft und Abstand leichter einzuhalten sind.

Stimmung an Bord

Die Stimmung sei angespannt, aber nicht panisch, so der Reiseblogger. „Die Crew tut ihr Bestes, um uns zu schützen und zu informieren.“ Die Passagiere halten sich weitgehend an die Regeln, obwohl die Situation für alle ungewohnt sei. „Wir sind hier alle in einem Boot – im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Rosmarin mit einem Anflug von Galgenhumor.

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Die „MV Hondius“ ist ein Expeditionsschiff, das normalerweise für Polartouren genutzt wird. Der aktuelle Zwischenfall hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt, da das Hantavirus selten auf Schiffen ausbricht. Experten untersuchen derzeit die genauen Umstände der Infektionen. Die drei Todesfälle haben die Besatzung und die Passagiere tief getroffen. „Wir trauern um die Verstorbenen und denken an ihre Familien“, so Rosmarin.

Die Reederei hat ein Krisenteam eingesetzt, das die Lage ständig überwacht. Medizinisches Personal ist an Bord, um die Gesundheit aller Reisenden zu gewährleisten. Zudem wurden Kontaktpersonen identifiziert und isoliert. Die nächste Hafenanlaufstelle wird voraussichtlich in den nächsten Tagen erreicht, wo weitere Maßnahmen ergriffen werden sollen.

Für die Passagiere bedeutet dies eine ungewisse Zeit. „Wir wissen nicht, wie lange die Quarantäne dauert“, erklärt Rosmarin. „Aber wir sind alle bereit, das durchzustehen.“ Die Kommunikation mit der Außenwelt läuft über Satellitentelefon und Internet, sodass die Reisenden ihre Angehörigen beruhigen können.

Die Welt blickt gespannt auf dieses Schiff, und Jake Rosmarin gibt einen einzigartigen Einblick in das Leben unter diesen außergewöhnlichen Umständen. Seine Berichte zeigen, dass selbst in einer Krise der menschliche Zusammenhalt und die Disziplin der Beteiligten entscheidend sind.

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