Nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch an Bord des Expeditions-Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ hat die Reederei Oceanwide Expeditions die Evakuierung von drei Personen angekündigt. Das Schiff befindet sich derzeit vor der Küste von Kap Verde und setzt seinen Kurs in Richtung der Kanarischen Inseln fort.
Zwei Crewmitglieder in kritischem Zustand
Unter den Evakuierten befinden sich zwei Besatzungsmitglieder, die dringend medizinische Hilfe benötigen. Zudem soll eine weitere Person aus dem Umfeld eines bereits verstorbenen Passagiers von Bord gebracht werden. Der Passagier war während der Reise an den Folgen der Hantavirus-Infektion gestorben.
Hintergrund des Ausbruchs
Der Hantavirus-Ausbruch an Bord der „Hondius“ hatte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Das Expeditionsschiff war auf einer Reise im Atlantik unterwegs, als mehrere Fälle der gefährlichen Viruserkrankung gemeldet wurden. Die Reederie Oceanwide Expeditions bestätigte den Ausbruch und leitete umgehend Schutzmaßnahmen für die übrigen Passagiere und die Besatzung ein.
Medizinische Notlage auf See
Die Evakuierung der drei Personen gestaltet sich aufgrund der abgelegenen Position des Schiffs als Herausforderung. Nach Angaben des Betreibers sollen die Betroffenen mit einem Rettungshubschrauber oder einem Schnellboot von Bord geholt und in eine Klinik auf den Kanarischen Inseln gebracht werden. Die genauen Modalitäten der Evakuierung werden derzeit mit den örtlichen Behörden abgestimmt.
Die übrigen Passagiere und die Crewmitglieder an Bord der „Hondius“ stehen unter ärztlicher Beobachtung. Bislang gibt es keine Hinweise auf weitere Erkrankungen. Die Reederei hat angekündigt, die Reise vorzeitig zu beenden und das Schiff nach Las Palmas zu lotsen, wo eine gründliche Desinfektion und medizinische Untersuchungen stattfinden sollen.



