AOK: 57 Prozent der Klinikfälle in MV vermeidbar
57% der Klinikfälle in MV vermeidbar

Nach einer aktuellen Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK könnten in Mecklenburg-Vorpommern 57 Prozent aller Krankenhausfälle ambulant versorgt oder sogar vermieden werden. Die AOK Nordost fordert daher eine entschlossene Umsetzung der Krankenhaus-Reform.

Analyse zeigt hohes ambulantes Potenzial

Für das Datenjahr 2024 weist eine Modellrechnung rund 364.000 Krankenhausfälle in Mecklenburg-Vorpommern aus. Davon hätten etwa 209.000 Fälle ein ambulantes oder vermeidbares Potenzial – das entspricht 57 Prozent. Rund 156.000 Fälle hätten ambulant behandelt werden können, weitere rund 53.000 Fälle wären durch eine bessere ambulante oder pflegerische Versorgung potenziell vermeidbar gewesen.

Pflegekräfte als Schlüssel

Ein Beispiel: Menschen mit Diabetes, die an einem strukturierten Behandlungsprogramm teilnehmen, müssen deutlich seltener ins Krankenhaus als andere. Bei älteren Menschen ließe sich laut Analyse jede dritte Krankenhaus-Einweisung vermeiden, wenn Pflegekräfte mehr Behandlungskompetenzen erhielten.

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Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, betont: „Unser Ziel muss sein, dass Patientinnen und Patienten nur dann im Krankenhaus übernachten, wenn es medizinisch wirklich notwendig ist.“ Die Landesregierung müsse die Krankenhaus-Reform entschlossen umsetzen, um Konzentrationen zu erreichen und das Potenzial für mehr ambulante Behandlungen zu realisieren.

Im Rahmen der Reform ist für alle Krankenhäuser in Deutschland vorgesehen, komplexe Operationen an spezialisierten Kliniken zu konzentrieren, um die Behandlungsqualität nachhaltig zu stärken.

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