Bad Wilsnack: Medizinisches Versorgungszentrum nimmt Fahrt auf
Bad Wilsnack: MVZ-Projekt schreitet voran

Die Stadt Bad Wilsnack plant ein ambitioniertes Großprojekt: Im Gebäudekomplex Am Gutshof 5 sollen im ersten Obergeschoss zwei Arztpraxen entstehen. Darüber hinaus werden im zweiten Obergeschoss sechs Wohnungen hergerichtet, darunter eine Mansardenwohnung, die eine zusätzliche Etage im Dachgeschoss erhält. Die Gesamtkosten für die umfangreiche Sanierung belaufen sich auf rund 3,2 Millionen Euro.

Stadtverordnete bestätigen Vorentwurf

Die Vorentwurfsplanung ist abgeschlossen. Den Zuschlag für dieses Großprojekt erhielt das Planungs- und Ingenieurbüro Tietke aus Havelberg, das den Architekten Göran Fenn hinzugezogen hat. Die Stadtverordneten haben auf ihrer Sitzung den Vorentwurf bestätigt. Zuvor hatten sich bereits der Bau- sowie der Haupt- und Finanzausschuss mit der Planung befasst. Der Entwurf sieht im ersten Obergeschoss zwei Arztpraxen vor: eine mit rund 206 Quadratmetern und eine mit 154 Quadratmetern. Ursprünglich wollte die Stadt das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) selbst betreiben, verwarf diesen Gedanken jedoch schnell, da niemand in der Lage sei, dies zu bewältigen. Stattdessen wurde das Elbmed Kreiskrankenhaus Prignitz als Betreiber gewonnen.

Sechs Wohnungen im zweiten Obergeschoss

Fünf der sechs Wohnungen im zweiten Obergeschoss sind Zweiraum-Wohnungen mit einer Größe zwischen rund 42 und 63 Quadratmetern. Die sechste Wohnung mit Mansarde im zweiten Obergeschoss hat eine Größe von etwa 83 Quadratmetern. Geplant ist auch ein Fahrstuhl, der einen barrierefreien Zugang zu den Arztpraxen und den Wohnungen in der zweiten Etage ermöglicht.

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Da die Ausschüsse den Vorentwurf bereits befürwortet haben, konnte das Bauamt des Amtes Bad Wilsnack/Weisen weitere Schritte einleiten. „Wir haben einen Fördermittelantrag und auch den Bauantrag schon gestellt“, erklärt Bauamtsleiter Peter Rollenhagen im Gespräch mit unserer Redaktion. Den Antrag auf Gewährung möglicher Leader-Fördermittel für die grundhafte Sanierung des ersten Obergeschosses hat das Bauamt bei der LAG Storchenland Prignitz eingereicht. Es geht um eine Investitionssumme von rund einer Million Euro. Der Beirat der LAG Storchenland hat Ende April entschieden, dass das Projekt förderfähig ist, und grünes Licht gegeben. Nun kann das Amt einen Fördermittelantrag beim Landesamt für Ländliche Entwicklung in Neuruppin stellen, was umgehend geschieht. Die Förderung würde immerhin 75 Prozent betragen.

Bereits Bauantrag beim Landkreis gestellt

Zeitgleich hat das Bauamt bereits beim Landkreis Prignitz eine Baugenehmigung eingereicht. Denn die Zeit drängt: Das ehrgeizige Vorhaben soll Ende 2027 fertiggestellt sein. Deshalb hat die Stadtverordnetenversammlung einen weiteren Beschluss gefasst, der die Bevollmächtigung des Haupt- und Finanzausschusses bei der Vergabe zur Bauausführung betrifft. „Im weiteren Verlauf sind immer wieder Vergaben der Bauausführung zu beschließen. Um das Vorhaben nicht zu verzögern, reicht es nicht aus, nur in den Sitzungen der Stadtverordneten die erforderlichen Beschlüsse zu fassen. Oft wird die Verwaltung schnelle Beschlüsse benötigen“, erklärt Bürgermeisterin Martina Richter. Daher sei es sinnvoller, für erforderliche Beschlüsse den Bau- sowie den Haupt- und Finanzausschuss einzuberufen und dem Haupt- und Finanzausschuss die Vollmacht für die Beschlussfassung zu erteilen. In der Beschlussvorlage hieß es ursprünglich, die Beschlüsse des Haupt- und Finanzausschusses seien der Stadtverordnetenversammlung zur Genehmigung vorzulegen.

Dies stieß jedoch auf Kritik, da es im schlimmsten Fall dazu kommen könnte, dass der Ausschuss die Vergabe vornimmt und die Stadtverordneten diese nicht genehmigen. Die Bad Wilsnacker Kommunalpolitiker einigten sich darauf, dass die Beschlüsse des Haupt- und Finanzausschusses den Stadtverordneten zur Kenntnis vorgelegt werden müssen.

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