Alkohol in der Schwangerschaft kann zu schweren Behinderungen führen – doch viele wissen nicht, wie vermeidbar diese sind. In Ballenstedt gibt es nun eine neue Beratungsstelle, die Betroffenen und ihren Familien hilft.
Was ist FASD?
Die Fetale Alkoholspektrum-Störung (FASD) ist eine lebenslange Behinderung, die durch Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft verursacht wird. Mehr als 850.000 Menschen in Deutschland sind betroffen. Jede Stunde wird mindestens ein Kind mit FASD geboren – eine vermeidbare Tragödie.
Die Beratungsstelle in Ballenstedt
Sabina Kalberer Schweizer leitet die einzige regionale Beratungsstelle für FASD in Ballenstedt. Sie bietet Aufklärung, Prävention und Unterstützung für Betroffene und ihre Angehörigen. „Viele Eltern wissen nicht, wo sie Hilfe finden“, sagt sie. Die Stelle soll Lücken schließen.
Die Beratung umfasst medizinische Informationen, pädagogische Tipps und psychosoziale Begleitung. Ziel ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und weitere Fälle zu verhindern.
Prävention ist entscheidend
Experten betonen: Jeder Schluck Alkohol in der Schwangerschaft kann schaden. Die Beratungsstelle klärt über Risiken auf und ermutigt zu alkoholfreien Alternativen. „Auch zu festlichen Anlässen sollte man lieber mit alkoholfreiem Sekt anstoßen“, so Kalberer Schweizer.
Die Stelle arbeitet eng mit Kliniken, Hebammen und Schulen zusammen, um das Bewusstsein zu schärfen. Denn FASD ist zu 100 Prozent vermeidbar.



