Niko Kovac im Podcast: Von Armbanduhren-Tick und Glaube als Stütze
Niko Kovac im Podcast: Von Armbanduhren-Tick und Glaube als Stütze

BVB-Trainer Niko Kovac hat im BILD-Podcast „Phrasenmäher“ Einblicke in sein Privatleben und seine Karriere gegeben. Der 54-Jährige verriet unter anderem einen besonderen Tick: Nach Niederlagen wechselt er seine Armbanduhr. „Ich habe so einen kleinen Tick und wechsel' immer die Armbanduhr, wenn wir verlieren. Ich habe ein paar Uhren, die mir viel bedeuten. Sie sind aber gar nicht zu Hause, ich bewahre sie bei einer Bank auf und tausche sie dann durch“, so Kovac.

Kovac sprach auch über seine Kindheit im Berliner Wedding. Seine Eltern kamen 1970 aus Kroatien nach Deutschland, er selbst wurde 1971 geboren. „Wir waren Migrationskinder, kamen in eine fremde Welt, meine Eltern konnten kein Wort Deutsch, mussten sich alles hart erarbeiten. Wir haben zu viert in einer Zweizimmer-Wohnung auf 50 Quadratmetern im Wedding gelebt. Im Grunde hatten wir fast nichts“, erinnerte sich der Trainer.

Der praktizierende Christ betonte die Bedeutung seines Glaubens: „Ich glaube fest daran, dass es den lieben Gott gibt. Ich glaube auch, dass wir alle letzten Endes eine Bestimmung haben und das Leben nach dem Tod weitergeht.“ Er vertraue darauf, dass Gott ihm nur das zumute, was er schultern könne. Vor dem Essen bekreuzigt sich Kovac, besucht regelmäßig die Messe in einer kroatischen Gemeinde in Dortmund und geht zur Beichte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kovac räumte zudem mit dem Vorwurf auf, er habe keine Talente gefördert. Er nannte Spieler wie Martin Hinteregger, Florian Grillitsch oder Aurelien Tchouameni, die unter ihm den Durchbruch schafften. „Da wird viel kolportiert, aber nicht mit Fakten belegt“, sagte er.

Als prägendsten Moment seiner Karriere bezeichnete Kovac den Klassenerhalt mit Eintracht Frankfurt in der Relegation gegen Nürnberg. „Das war die Grundvoraussetzung für den Pokalsieg gegen die Bayern später. Ohne diesen Klub und diese Menschen wäre mein späterer Weg nicht möglich gewesen und daher liebe ich Eintracht bis heute.“

Zur Zusammenarbeit mit seinem Bruder Robert als Co-Trainer sagte Kovac: „Mein Bruder Robert und ich fühlen uns sehr wohl und ich denke, dass beide Seiten sehr zufrieden mit der Konstellation sind, die wir im Moment haben.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration