Bremen – Werder Bremen wird das vorletzte Heimspiel dieser Bundesliga-Saison nutzen, um eine Unterstützungsaktion für Blutkrebs-Patienten zu starten. Der Grund: Die Lebensgefährtin des gebürtigen Bremers und langjährigen Werder-Spielers Eren Dinkci, der heute für den 1. FC Heidenheim spielt, ist an Leukämie erkrankt. Jeder Besucher des Spiels gegen den FC Augsburg am Samstag um 15.30 Uhr (Sky) kann sich im Weserstadion als potenzieller Stammzellenspender registrieren lassen.
Sportliche Perspektive: Klassenerhalt winkt
Sportlich könnten die Bremer an diesem drittletzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt machen. Voraussetzung ist ein eigener Sieg gegen Augsburg und dass der Tabellen-16. FC St. Pauli am Sonntag nicht gegen Mainz 05 gewinnt. Falls sowohl St. Pauli als auch der VfL Wolfsburg an diesem Wochenende verlieren, würde Werder sogar ein Unentschieden reichen.
Trainer Daniel Thioune bleibt jedoch zurückhaltend: „Abgerechnet wird zum Schluss. Natürlich würde ich mir wünschen, dass sich am Wochenende vieles zu unseren Gunsten erledigen kann. Aber das verbietet sich aktuell noch.“
Thioune: „Abstiegsgespenst auf die Bretter schicken“
Der Coach erinnerte daran, dass er die Mannschaft Anfang Februar in einer deutlich schwierigeren Situation übernommen hatte. Der aktuelle Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz sei eine sehr gute Ausgangsposition. „Wir haben das Ganze ein wenig als Boxkampf deklariert“, so Thioune. Vor acht Spieltagen sei man „ganz schön auf die Bretter geschickt worden auf St. Pauli. Viele haben gedacht, dass wir nicht mehr wiederkommen und wir so in einer Abwärtsspirale stecken, dass es Richtung Zweite Liga gehen könnte. Das hat uns eher angetrieben und die Sache in Ruhe analysieren lassen. Das hat dazu geführt, dass wir jetzt auf einem aus meiner Sicht guten Tabellenplatz stehen. Es wäre cool, wenn wir das Abstiegsgespenst final auf die Bretter schicken könnten.“



