Die Männergrippe: Ein Drama zwischen Nasenspray und Haferkeksen
Männergrippe: Drama zwischen Nasenspray und Haferkeksen

Die Männergrippe: Ein Drama zwischen Nasenspray und Haferkeksen

Es war ein gewöhnlicher Dienstag, als der Schock-Anruf kam. „Schatz, ich glaube, ich werde krank.“ Mit diesen Worten begann für Jenna Müller und ihren Freund Moritz eine Odyssee durch die Tiefen der Männergrippe – einem Zustand, der nach Aussage des Betroffenen jede Weltlage in den Schatten stellt.

Alarmmodus und Notfallmaßnahmen

Seit dem besagten Anruf ist Alarmmodus angesagt. Die Notfalltasche wurde gepackt, der Rettungsdienst stand symbolisch auf Abruf. Trotz aller Bemühungen mit Tee und Suppe verschlimmerte sich Moritz‘ Leiden stündlich. Sein Niesen wurde lauter und heftiger, nächtliches Gewälze und verzweifeltes Fluchen hielten beide wach. „NICHTS ist schlimmer als eine verstopfte Nase“, beteuerte der Patient mit Nachdruck.

Der Tiefpunkt war erreicht, als sich Moritz sogar auf der Arbeit krank meldete – etwas, das er noch nie zuvor getan hatte. Beim morgendlichen Abschied nahmen sie sich besonders fest in den Arm, denn „das könnte unsere letzte Umarmung sein“.

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Die Apotheken-Odyssee und digitale Anteilnahme

Eine Stunde später folgte der erste Anruf. „Mir geht es so schlecht“, schniefte Moritz. „Ich bin ganz fiebrig.“ Mit galligem Humor verglich er sein Leiden sogar mit einer Geburt: „Das muss so schlimm sein wie eine Geburt, sonst ist Männergrippe mit nichts zu vergleichen.“

Die 350 Meter bis zur nächsten Apotheke stellten für den erkälteten Mann eine echte Herausforderung dar. Mittlerweile hatten auch Kollegen in der Redaktion – beide arbeiten bei BILD – gemerkt, was los war, und begannen, Kondolenzwünsche auszusprechen. Jenna postete einen Screenshot ihres Gesprächs bei Instagram, wo Freunde und Kollegen mitfieberten.

Medizinische Versorgung und Haferkekse als Rettung

Zwar war die Nase dank medizinischen Sprays („Bloß nicht das mit Meersalz!“) endlich frei – aber der Kopf drohte zu platzen. Auf dem Heimweg sorgte Jenna für Erkältungssirup-Nachschub. Und Haferkekse. Diese seien laut Moritz essenziell für die Genesung.

Zu Hause angekommen, bot sich ein dramatisches Bild: Moritz lag bis zur Nase zugedeckt mit drei Decken, Jennas Teddy im Arm, umzingelt von Taschentüchern. Das Fenster stand bei minus sechs Grad auf Kipp „für die Frischluft“. Seine Augen waren halb geschlossen, weil sie „so doll tränen“.

Tapfere Inhalation und vorsichtige Besserung

Jenna maß Fieber (37,1 Grad) und bereitete einen Topf mit heißem Wasser, Kamille und Salz vor. Eingemummelt in eine Kuscheldecke schlurfte Moritz zum Tisch und inhalierte tapfer: tief durch die Nase einatmen und durch den Mund wieder aus. „Ich habe keine Kraft mehr. Ruf schon mal den Priester. Es ist gleich so weit.“

Eine halbe Stunde später lag er wieder eingekuschelt im Bett. Ein wenig beduselt vom Sirup säuselte er Jennas ins Ohr, wie dankbar er für die Kekse (und alles andere) sei, und schlief schließlich ein. Fairerweise muss gesagt werden: Dem Mann ging es wirklich nicht gut.

Doch es wird langsam besser. Auch wenn laut Moritz „nicht zu früh gejubelt“ werden sollte, denn „bei so einer Männergrippe weiß man ja nie...“. Die Krise scheint überstanden, aber die Erinnerung an die dramatischen Tage zwischen Nasenspray und Haferkeksen bleibt.

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