Der italienische Ex-Rennfahrer Alessandro Zanardi ist tot. Er starb im Alter von 59 Jahren, wie seine Familie mitteilte. Zanardi verlor 2001 bei einem schweren Unfall auf dem Lausitzring beide Beine, startete danach eine beeindruckende Karriere im Behindertensport und gewann vier Gold- und zwei Silbermedaillen bei den Paralympischen Spielen.
Karriere in der Formel 1
Zanardi fuhr zwischen 1991 und 1999 in der Formel 1. Er bestritt mehr als 40 Rennen für Teams wie Lotus und Williams. Bei Williams war er Teamkollege von Ralf Schumacher. Nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere wechselte er in die US-amerikanische Champ-Car-Serie.
Schwerer Unfall auf dem Lausitzring
Im Jahr 2001 verunglückte Zanardi auf dem Lausitzring in Brandenburg schwer. Nach einem Boxenstopp verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und wurde von einem anderen Auto getroffen. Die Ärzte mussten ihm beide Beine amputieren. Zanardi ließ sich jedoch nicht unterkriegen und begann mit dem Handbike-Sport.
Erfolge bei den Paralympics
Bei den Paralympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro feierte Zanardi große Erfolge. Er gewann insgesamt vier Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen im Handbike. Seine Leistungen machten ihn zu einem Vorbild für viele Menschen.
Weiterer Unfall in der Toskana
Im Jahr 2020 erlitt Zanardi einen weiteren schweren Unfall. Bei einem Benefizrennen in der Toskana verlor er die Kontrolle über sein Handbike und kollidierte mit einem Lastwagen. Dabei zog er sich schwerste Kopf- und Gesichtsverletzungen zu und schwebte lange Zeit in Lebensgefahr.
Würdigung durch die Politik
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni würdigte Zanardi als „außergewöhnlichen Menschen, der jede Prüfung des Lebens in eine Lektion in Mut, Stärke und Würde verwandeln konnte“. Sie betonte, dass er mit seinen sportlichen Erfolgen und seiner Menschlichkeit Hoffnung und Stolz geschenkt habe. Die Familie gab keine genaueren Angaben zur Todesursache. Zanardi sei am Freitagabend plötzlich verstorben, umgeben von seinen Angehörigen.



