Hantavirus-Verdacht: Deutsche Passagierin in Düsseldorf untersucht
Hantavirus: Deutsche Passagierin in Düsseldorf

Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ hat nun auch medizinische Einrichtungen in Deutschland erreicht. Eine 65-jährige deutsche Passagierin, die Kontakt zu einem bestätigten Hantavirus-Fall an Bord hatte, wurde am späten Mittwochabend mit einem speziellen Transportkonvoi zur vorsorglichen Untersuchung in das Uniklinikum Düsseldorf (UKD) gebracht. Die Feuerwehr Düsseldorf übernahm die Frau am Flughafen Amsterdam-Schiphol und transportierte sie sicher nach Deutschland. Nach Angaben der Feuerwehr ist der Zustand der Patientin stabil, und sie zeigt derzeit keine Symptome einer Infektion.

Vorsorgliche Aufnahme zur medizinischen Abklärung

Das Uniklinikum Düsseldorf hatte bereits vor der Ankunft der Frau mitgeteilt, dass es sich um eine Kontaktperson ohne bestätigten Nachweis einer Hantavirus-Infektion handelt. Die Aufnahme erfolge vorsorglich zur medizinischen Abklärung, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Klinik ist auf die Behandlung von Infektionskrankheiten spezialisiert und verfügt über entsprechende Isolationsmöglichkeiten.

Weitere Verdachtsfälle auf Kap Verde

Bereits am Mittwochvormittag waren drei Menschen wegen Hantavirus-Verdacht im Hafen der kapverdischen Hauptstadt Praia von Bord der „Hondius“ geholt worden. Zwei Besatzungsmitglieder aus Großbritannien und den Niederlanden sind nach Angaben des Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions schwer erkrankt. Die dritte Person ist die 65-jährige Deutsche, die nun in Düsseldorf untersucht wird. Sie war offenbar eine Kontaktperson einer am 2. Mai auf dem Schiff gestorbenen Deutschen.

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KLM meldet Kontakt mit erkrankter Passagierin

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat bekannt gegeben, dass bereits Ende April eine Reisende nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch kurzzeitig an Bord einer ihrer Passagiermaschinen gewesen sei. Wegen des Gesundheitszustands der Passagierin habe die Besatzung jedoch entschieden, sie nicht auf diesem Flug mitreisen zu lassen. Der Vorfall ereignete sich auf dem Flug von Johannesburg nach Amsterdam am 25. April. Nachdem die Person aus dem Flugzeug gebracht worden war, startete der Flug planmäßig in Richtung Niederlande. Die niederländischen Gesundheitsbehörden kontaktieren derzeit vorsorglich die Passagiere, die sich an Bord dieses Fluges befanden. Laut der Nachrichtenagentur AFP könnte es sich bei der Person um eine Frau handeln, die am 24. April die „Hondius“ in Richtung Johannesburg verlassen hatte, nachdem ihr Mann an Bord gestorben war. Sie starb am 26. April in Johannesburg.

Schiff auf dem Weg nach Europa

Das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ lag seit Sonntag mit knapp 150 Menschen an Bord vor Kap Verde vor der Westküste Afrikas vor Anker, nachdem das Virus an Bord festgestellt worden war. Insgesamt drei Menschen starben bisher im Zusammenhang mit dem Ausbruch. Am Mittwochabend legte das Schiff ab Richtung Teneriffa auf den Kanarischen Inseln. Fachleute erklären, dass das Sicherheitsmanagement an Bord nun besonders gefordert ist, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die deutschen Behörden bleiben in engem Austausch mit den internationalen Gesundheitsbehörden, um die Lage zu überwachen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu ergreifen.

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