Johann Lafer über Betablocker-Einnahme vor Gottschalk-Auftritt
Lafer: Betablocker vor Gottschalk-Show veränderten mich

Johann Lafer hat in einem Interview über seine Erfahrungen mit Medikamenten gegen Lampenfieber vor einem Auftritt bei Thomas Gottschalk gesprochen. Der 68-jährige TV-Koch verriet, dass er vor der Sendung „Na sowas!“ in den 1980er-Jahren zu Betablockern griff, um seine Nervosität in den Griff zu bekommen.

Lampenfieber als ständiger Begleiter

Im Podcast „Zwischen den Zeilen“ von Bettina Böttinger erklärte Lafer, dass Lampenfieber für ihn stets eine große Rolle gespielt habe. In seinen eigenen Kochsendungen fühlte er sich in seiner Komfortzone, doch bei Auftritten in anderen Formaten, wie etwa bei Gottschalk, sei ihm immer die Pumpe gegangen. „Beim Kochen hab ich mich ja sehr festhangeln können an meinem Können, das hab ich gelernt. Aber beim Gottschalk saß ich dann da, und dann geht's nicht ums Kochen, sondern um ein Interview und darüber hinaus“, so Lafer.

Besuch beim Hausarzt und die Lösung mit Betablockern

Der Spitzenkoch suchte damals seinen Hausarzt auf und schilderte seine Symptome: „Ich hab gesagt: 'Mensch, ich brauche irgendwas. Ich merke immer, wenn ich da raus auf die Bühne muss, bin ich nicht mehr ich. Ich bin komplett verunsichert und mein Herz schlägt. Und ich fühle mich nicht wohl.'“ Sein Arzt verschrieb ihm Betablocker, die eigentlich zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt werden, aber auch gegen Lampenfieber helfen. Die Anweisung lautete: „Den Betablocker nimmst eine halbe Stunde, bevor du auftrittst.“

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Negative Auswirkungen auf den Charakter

Die Einnahme hatte jedoch unerwünschte Folgen. Laut „Deutschlandfunk Nova“ lindern Betablocker zwar körperliche Symptome wie Herzrasen, Zittern und Schwitzen, senken aber auch den Blutdruck, was zu Antriebslosigkeit führen kann. Lafer erinnert sich an den Auftritt in München: „Ich werde nie vergessen, das war in München damals, dann geh ich da raus, und ich hab in dem Interview von sechs Minuten maximal drei Sätze gesagt. Nur 'Ja' und 'Nein'. Ich saß da und war so lahm. Ich wollte, als das Interview zu Ende war, nur zurück ins Hotel und schlafen.“ Er stellte erschreckt fest: „Das hat auch meinen Charakter verändert.“

Konsequenz: Keine Betablocker mehr

Für Johann Lafer war die Entscheidung klar: Er wollte das Präparat nicht länger einnehmen. Die negativen Auswirkungen auf seine Persönlichkeit und sein Wohlbefinden waren zu gravierend.

Privates über Johann Lafer

Im Gespräch mit Bettina Böttinger gewährte der TV-Koch auch private Einblicke. Lafer ist gern allein und schätzt seine Ruhe: „Ich bin sehr viel für mich. Nicht so, dass ich sage: 'Morgen treffe ich mich mit denen, übermorgen mit denen, jeden Abend irgendwelche Leute.'“ Nur seine Frau Silvia hat er immer gerne um sich. Die beiden sind seit Mitte der 1980er-Jahre ein Paar und seit 1990 verheiratet.

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